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Nun will sie nicht mehr nur im Fernsehen auftreten, sondern selbst Fernsehen.

Nun will sie nicht mehr nur im Fernsehen auftreten, sondern selbst Fernsehen.
© dpa

„Lügenpresse“-Diskussion

AfD plant eigenen Newsroom

Alice Weidel kündigt eine eigene Redaktion an. Die Mitarbeiter sollen im Schichtbetrieb rund um die Uhr arbeiten. Ist jetzt eine Art deutsches Breitbart zu befürchten?

München. Die AfD begnügt sich nicht länger damit, die klassischen Medien als „Lügenpresse“ zu verunglimpfen, nun will sie selbst eigene Informationen verbreiten: Die AfD-Fraktion im Bundestag will ab April ihre Kommunikation im Wesentlichen über einen eigenen Newsroom steuern. Das sagte Fraktionschefin Alice Weidel dem Magazin „Focus“.

Die Arbeitsweise des AfD-Newsrooms werde der in journalistischen Redaktionen ähneln. Der Schwerpunkt solle auf der Verbreitung der AfD-Inhalte in den sozialen Medien liegen.

TV-Studio wird eingerichtet

Die Mitarbeiter sollen im Schichtbetrieb rund um die Uhr tätig sein. Drei von ihnen würden sich auf Recherche spezialisieren und Themen ausfindig machen, die laut Weidel „unter den Teppich gekehrt werden“. Zu diesem Zweck werde in den Fraktionsräumen der AfD im Berliner Jakob-Kaiser-Haus ein TV-Studio eingerichtet.

Hier sollen Nachrichten offenbar nach dem Weltbild der AfD gefiltert werden. Ist jetzt eine Art deutsches Breitbart zu befürchten? Das Online-Portal hat die politische Stimmung in den USA maßgeblich beeinflusst, den Wahlkampf von Donald Trump unterstützt – und nicht selten selbst Fake News verbreitet.

Von epd/RND/may


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