Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien 617 Millionen Zugangsdaten im Netz zum Verkauf angeboten
Nachrichten Medien 617 Millionen Zugangsdaten im Netz zum Verkauf angeboten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:55 13.02.2019
Ein Teil der Daten geht auf bereits gemeldete Datendiebstähle zurück, andere stammen aus bisher nicht bekannten Hackerangriffen. Quelle: Lino Mirgeler/dpa
Berlin

Im Netz sind erneut mehrere hundert Millionen Zugangsdaten zu diversen Online-Diensten entdeckt worden, die zum Verkauf angeboten werden. Ein Teil geht auf bereits gemeldete Datendiebstähle zurück, andere stammen aus bisher nicht bekannten Hackerangriffen.

Die rund 617 Millionen Datensätze bestehen aus Benutzernamen beziehungsweise E-Mail-Adressen sowie kryptografisch verschleierten Passwörtern, wie die Website „The Register“ berichtete. Bei dem sogenannten „Hashing“ werden die Passwörter mit einem Algorithmus unkenntlich gemacht. Bei einigen Varianten des Verfahrens oder einer fehlerhaften Umsetzung durch die Anbieter kann es nach Einschätzung von Experten jedoch möglich sein, sie zu entziffern.

151,5 Millionen Dubsmash-Accounts zum Verkauf

Die Datensätze werden in einem sogenannten Darkweb-Bereich zum Verkauf angeboten, der nur über das anonymisierte Tor-Netzwerk zu erreichen ist. Dem „Register“-Bericht zufolge geht es unter anderem um Zugangsdaten zu 161,5 Millionen Accounts der App Dubsmash, bei der Nutzer in Lipsync-Videos zu populären Songs posieren können. Ein Anwalt von Dubsmash erklärte „Register“, man prüfe die Angelegenheit und werde die Nutzer unterrichten. Der Foto-Marktplatz 500px, bei dem rund 15 Millionen Accounts betroffen sein sollen, benachrichtigte in der Nacht zum Dienstag die Nutzer, dass ihre Passwörter zurückgesetzt werden.

Lesen Sie hier: So sieht ein sicheres Passwort aus

Die rund 92,3 Millionen Zugangsdaten des DNA-Analyse-Dienstes MyHeritage stammen hingegen genauso wie die 150,6 Millionen Login-Iinformationen der Diät-App MyFitnessPal aus bereits bekannten Hackerattacken.

Hacker will bis zu 2000 Dollar pro Firma

Der Verkäufer will für die Daten einige hundert Dollar bis zu knapp 2000 Dollar pro Firma – in der Digitalwährung Bitcoin, die weitgehend anonymisierte Zahlungen ermöglicht. Auch mit nicht lesbaren Passwörtern können Daten wie E-Mail oder Name für Phishing-Mails zum Abgreifen anderer Daten verwendet werden. Gelingt es, die Passwörter aus den Hashes herauszulesen, könnten Angreifer sie auch bei anderen Online-Diensten ausprobieren, in der Hoffnung, dass Nutzer sie mehrfach verwendet haben.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder vor, dass im Netz in großem Stil Zugangsdaten zu diversen Diensten auftauchten. Zuletzt waren in einer großen Sammlung auch Passwörter im Klartext enthalten.

Lesen Sie hier: So finden Sie heraus, ob Sie gehackt wurden

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Activision Blizzard will sich zukünftig auf große, erfolgreiche Titel wie „Overwatch“ oder „Call of Duty“ konzentrieren. Denn die Spielefirma erwartet dieses Jahr einen Einbruch der Gewinne. Eine Folge des Fortnite-Effekts?

13.02.2019

Der ARD-Film „Lotte am Bauhaus“ will die Situation der Frauen an der berühmten Architektur- und Designschule erzählen, er bleibt aber zu brav und schematisch.

13.02.2019

Bei der „Lindenstraße“ werden bald die Kameras abgeschaltet. Nun erzählt „Mutter Beimer“, dass die Dreharbeiten nur noch bis Dezember 2019 dauern werden. Danach ist die Zukunft für die Schauspieler ungewiss.

12.02.2019