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Wetter

Kälteste Nacht in Deutschland

Es war kalt, es ist kalt und es bleibt kalt. Meteorologen messen Minusrekorde und erklären, warum milde Luft keine Chance bekommt.

Hamburg. Die Nacht zum Samstag war die bisher kälteste Nacht dieses Winters in Deutschland. Im Süden herrschten Tiefkühltemperaturen von minus 20 Grad und darunter. Sonst gab es meist zweistellige Minusgrade. Nur an der Küste war es etwas wärmer. Den tiefsten Wert verzeichnete der Wetterdienst Meteomedia am 1600 Meter hoch gelegenen Funtensee im Nationalpark Berchtesgaden mit minus 36,4 Grad. Kältester Ort im Messnetz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war das bayerische Oberstdorf mit minus 27,3 Grad.

Die Insel Helgoland war nach Angaben des DWD mit minus sechs Grad der wärmste Ort in Deutschland. Im Ruhrgebiet gab es Werte um minus zehn Grad. Im Osten ließ die Kälte etwas nach - in der Nacht zum Samstag zeigte das Thermometer in Görlitz minus 13 Grad, in der Nacht zuvor war es dort noch minus 18 Grad kalt gewesen. Ein Ende der Kältwelle ist nicht abzusehen. Mindestens bis zum nächsten Wochenende sollen die Temperaturen unter Null bleiben, auch tagsüber. "Die kalte Luft kann nicht weg", sagte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert am Samstag.

Grund ist eine Hochdruckbrücke, die sich zwischen dem russischen Kältehoch "Dieter" weit im Osten und dem Azorenhoch über dem Atlantik im Westen gebildet hat. Milde Luft habe deshalb keine Chance, nach Deutschland vorzudringen. dpa


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