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USA

Geiseldrama bei Discovery Channel: Täter erschossen

Er hielt Babys für Parasiten und Insekten für die besseren Lebewesen: Ein offensichtlich verwirrter radikaler Umweltschützer hat im Hauptquartier des Fernsehsenders Discovery Channel bei Washington drei Geiseln genommen.
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Geiselnahme: Die Polizei riegelt das Gebäude des Discovery-Channels ab. 

© ap

Silver Spring. Nach einer vierstündigen Befreiungsaktion erschoss am Nachmittag (Ortszeit) ein Scharfschütze der Polizei den Täter. Zuvor war das Gebäude der weltweit sendenden TV-Station in Silver Spring (US-Staat Maryland) evakuiert und die umliegenden Straßen komplett abgesperrt worden. Die Geiseln, drei Männer, seien nicht zu Schaden gekommen.

Der 43-jährige hatte die Lobby kurz nach Mittag mit einer Waffe in der Hand betreten - nach Augenzeugenberichteten feuerte er dabei einen Schuss ab. Laut Polizei trug er außerdem mehrere Metallbehälter am Körper. Nach einer Durchsuchung des mehrstöckigen Hauses seien allerdings keine Sprengsätze oder andere explosive Gegenstände gefunden worden. Die Mitarbeiter konnten am Donnerstag wieder zur Arbeit kommen. In der Zentrale des Discovery Channel sind 1900 Menschen beschäftigt.

Die Polizei habe sich dazu entschieden, den Täter zu erschießen, als sie auf Überwachungskameras sah, dass der 43-Jährige seine Waffe auf die am Boden liegenden Geiseln gerichtet hatte. Der Tötung sei eine fast vierstündige Verhandlung mit dem Mann per Telefon vorausgegangen, sagte Bezirkspolizeichef Thomas Manger. Währenddessen sei der Täter ruhig, aber nicht sehr klar gewesen. „Die Konversation zeigte, dass er geistig verwirrt zu sein schien.“

Der Geiselnehmer sei bereits mehrfach mit Protestaktionen gegen den TV-Sender aufgefallen. Medienberichten zufolge hatte er sich mehrfach wütend über den Kurs des umweltorientierten Senders geäußert, der ihm nicht radikal genug gewesen sei. So prangerte er auf einer von ihm eingerichteten Webseite an, dass der Discovery Channel zur Geburt von Kindern ermutige, obwohl Menschen die „zerstörerischsten, schmutzigsten Kreaturen“ auf der Erde seien. 2008 war er aufgefallen, als er auf einer Straße mit Geldscheinen um sich warf. dpa


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