Ölkatastrophe: Der Golf von Mexiko.
Zürich. Bis zum Montag seien 249 Klagen oder Schadenersatzforderungen bei verschiedenen Gerichten eingegangen, teilte das in Zürich ansässige Unternehmen Transocean am Donnerstag in einem Quartalsbericht an die US-Börsenaufsicht SEC mit. Der Konzern hob in dem Bericht hervor, er sei für den Ölaustritt nach dem Unglück am 20. April nicht verantwortlich.
Seit der Explosion der „Deepwater Horizon“ im April liefen aus dem lecken Bohrloch nach US-Behördenangaben rund 780 Millionen Liter (4,9 Millionen Barrel) Rohöl aus – damit ist das Unglück der größte Ölunfall der Geschichte. BP versuchte am Donnerstag, das lecke Bohrloch mit Zement zu verschließen. Transocean ist weltweiter Marktführer für Hochsee-Bohrplattformen. Bereits kurz nach dem Unglück hatte der Konzern einen Antrag vor einem US-Gericht eingereicht, um seine Haftung für die Ölpest auf 27 Millionen Dollar (rund 21 Millionen Euro) zu beschränken. Den BP-Konzern hat die Katastrophe bereits mehrere Milliarden Dollar gekostet. afp