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Erdbeben-Katastrophe

Deutsche spenden 195 Millionen Euro für Haiti

Die Deutschen haben bisher 195  Millionen Euro für die Erdbebenopfer in Haiti gespendet. Das teilte das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin nach einer Umfrage bei 63 Hilfswerken und Spendenbündnissen  mit.
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HILFE: Deutsche spendeten bislang 195 Millionen für Haiti.

© ap

BERLIN. Nach den Spendenaktionen für die Opfer der Tsunami-Katastrophe in Asien Ende 2004 (670 Millionen Euro) und der Elbeflut von 2002 (350 Millionen Euro) war dies die drittgrößte Spendenaktion in der  Geschichte der Bundesrepublik. Bei den Gesamtspenden für Haiti liegt Deutschland laut DZI damit  weltweit an zweiter Stelle hinter den USA und europaweit an der  Spitze. Allerdings lagen die Pro-Kopf-Spenden in der Schweiz mit  durchschnittlich 7,20 Euro und in den Niederlanden mit 4,10 Euro  höher. In Deutschland spendete jeder Einwohner im Schnitt 2,40 Euro.

Die höchsten Spenden für Haiti erhielt demnach bisher das  Deutsche Rote Kreuz (25,7 Millionen Euro), gefolgt vom Bündnis  „Gemeinsam für Menschen in Not - Entwicklung Hilft e.V.“ (20,2  Millionen Euro), der ZDF-Gala in Zusammenarbeit mit der  „Bild“-Zeitung (20,1 Millionen Euro), dem Bündnis „Aktion  Deutschland Hilft e.V.“ (14,5 Millionen Euro) und der Deutschen  Welthungerhilfe (12,6 Millionen Euro.

Durch das verheerende Erdbeben vom 12. Januar waren mehr als 222. 000 Menschen ums Leben gekommen, 1,3 Millionen Menschen wurden  obdachlos. Der Verband Entwicklungspolitik deutscher  Nichtregierungsorganisationen (VENRO) forderte die Bundesregierung  auf, ihre finanziellen Zusagen auf der zweiten Geberkonferenz Ende  März in New York zu erhöhen. Bisher habe die Bundesrepublik Haiti  17 Millionen Euro Hilfe zugesagt, erklärte der  VENRO-Vorstandsvorsitzende Ulrich Post am Freitag. Im Vergleich zu  anderen Geberländern wie den USA oder Frankreich schneide Deutschland damit aber schlecht ab. ap


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