Fünf Monate nach dem Absturz einer Air-France-Maschine über dem Atlantischen Ozean trennt sich die Luftfahrtgesellschaft von ihrem Sicherheitschef. Piloten hatten die Ablösung gefordert.
Air France trennt sich von ihrem Sicherheitschef.
Paris. Gilbert Rovetto, die Nummer Drei des Unternehmens, höre zum Ende des Jahres „vorzeitig“ auf, teilte die französische Pilotengewerkschaft SNPL am Mittwochabend mit. Eine Gruppe aus mehreren Piloten solle nun „die nötigen Entscheidungen treffen, um das Vertrauensklima wiederherzustellen“, kündigte Air-France-Chef Pierre-Henri Gourgeon in einem Brief an die Piloten an, der dem „Figaro“ vom Donnerstag vorlag.
Das Vertrauen der Piloten war nach einem Schreiben der Geschäftsführung gestört, wie Gewerkschaftssprecher Erick Derivry sagte. Der Brief von Ende Oktober sei „in keiner Weise hinnehmbar“ gewesen. Die für die Sicherheit Verantwortlichen hätten die Piloten darin gewarnt, ihre Fähigkeiten zu überschätzen, und sie angehalten, sich strenger an die Sicherheitsvorschriften zu halten, kritisierte Derivry.
Air-France-Chef Gourgeon beteuerte jetzt in seinem Schreiben an die Piloten laut „Figaro“, nichts deute darauf hin, dass die Besatzung der Unglücksmaschine über dem Atlantik einen Fehler gemacht habe. Der Airbus A330 war am 1. Juni auf dem Weg von Brasilien nach Frankreich über dem offenen Meer abgestürzt. Dabei kamen alle 228 Insassen ums Leben, unter ihnen 28 Deutsche. Die Unglücksursache ist bis heute ungeklärt. Die Flugschreiber der Maschine wurden nicht gefunden. afp
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