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Luftfahrt

Air-France-Maschine vollzog vor Absturz womöglich Kehrtwende

Bei dem Absturz einer Air-France-Maschine über dem Atlantik vor einem Jahr halten die französischen Ermittler eine plötzliche Kehrtwende des Piloten vor dem Unglück für möglich.
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Die Experten zeigen eine Satellitenaufnahme von dem Seegebiet, wo das Wrack des Air-France-Airbus vermutet wird.

© afp

Die letzten Berechnungen zum wahrscheinlichen Absturzort würden bedeuten, dass der Pilot um 135 Grad vom vorgegebenen Kurs zwischen Brasilien und Frankreich abgewichen sei, teilte die französische Behörde für die Aufklärung von Flugunfällen (BEA) am Montag in Paris mit. Aus welchen Grund dies geschehen sein könnte, sei unklar. In französischen Medien wurde spekuliert, dass der Pilot möglicherweise einer Unwetterfront ausweichen oder wegen technischer Probleme zum Abflug-Airport zurückkehren wollte.

Die Airbus-Maschine mit der Flugnummer AF447 war am 1. Juni 2009 ins Meer gestürzt. Dabei kamen 228 Menschen ums Leben, unter ihnen 28 Deutsche. Über die genaue Unglücksursache können nur die Flugschreiber Aufschluss geben. Nach Monaten erfolgloser Suche hatte die französische Marine vergangene Woche gemeldet, dass sie ihre Lage auf fünf Kilometer genau ermittelt habe. Ob die sogenannten Black Boxes jetzt tatsächlich geborgen werden können, ist aber offen. Ihre Peilsender sind inzwischen verstummt, und in dem Bereich ist das Meer bis zu 3600 Meter tief und stark zerklüftet.

Das Gebiet wird derzeit von dem norwegischen Suchschiff „Seabed Worker“ abgesucht. Am Mittwoch werde das Schiff den Bereich normalerweise vollständig durchsucht haben, sagte BEA-Chef Jean-Paul Troadec am Montag. „Wenn die Suche ohne Erfolg bleibt, werden wir uns die Frage stellen, ob der Suchumfang ausgeweitet werden muss.“ afp


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