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Angela Merkel schüttelt die Hand eines Zuschauers.

Angela Merkel schüttelt die Hand eines Zuschauers. © Julian Stratenschulte

Wahlen

McAllister und Merkel schwören Niedersachsen auf Wahlkampf ein

Gemeinsam mit Kanzlerin Angela Merkel hat Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister für die CDU die heiße Wahlkampfphase in Niedersachsen eingeläutet.

Braunschweig. "Jetzt geht es erst richtig los", sagte der CDU-Landesvorsitzende am Samstag - gut zwei Wochen vor der Wahl - in Braunschweig. Seinem SPD-Herausforderer, Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil, sowie Grünen, Linken und Piraten sagte McAllister den Kampf an.

Die CDU Niedersachsen sei so geschlossen und zum Sieg entschlossen wie selten zuvor. "Wir sind hochmotiviert, mit deutlichem Abstand vor der SPD stärkste Kraft zu werden. Ich werbe jede Minute um beide Stimmen für die CDU", betonte McAllister. Er werde nicht zulassen, dass "die politische Linke im Land" etwa die Arbeit der Landwirte diskreditiere oder den Schulfrieden gefährde.

Merkel rief dazu auf, für die Fortsetzung der "erfolgreichen schwarz-gelben Landesregierung" in Hannover zu werben. Darüber hinaus appellierte die Kanzlerin an alle Wahlberechtigten, am 20. Januar ihr Stimmrecht wahrzunehmen. Bei der Wahl gehe es "nicht um Posten und Pöstchen, um Theorien und Ideologien", sondern um das Leben "jedes einzelnen Niedersachsen".

Merkel lobte die Arbeit von McAllister und dessen CDU/FDP-Koalition. "Diese Landesregierung hat Wort gehalten." Das Bundesland sei auf einem guten Weg, nun müssten die Niedersachsen die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft stellen. "Natürlich kann ein Ministerpräsident keine Arbeitsplätze schaffen und aus dem Boden stampfen", betonte Merkel. "Aber er kann ziemlich viel versemmeln."

In Anspielung auf Gerüchte über eine Zweitstimmenkampagne der CDU für den kriselnden Koalitionspartner FDP sagte McAllister: "Die Zweitstimme ist die für uns entscheidende." Er sei jedoch optimistisch, dass die Freidemokraten aus eigener Kraft aus dem Umfragetief herauskommen. "Die Liberalen haben mit derzeit vier Prozent gute Chancen, den Wiedereinzug in den Landtag zu schaffen."

6,2 Millionen Bürger sind aufgerufen, am 20. Januar einen neuen niedersächsischen Landtag zu wählen. Umfragen zufolge deutet sich ein Machtwechsel an, obwohl die CDU stärkste Partei werden dürfte. So liegt Rot-Grün nach den jüngsten Zahlen vor der regierenden Koalition aus CDU und FDP, weil die Liberalen unter 5 Prozent liegen. Doch auch SPD und Grüne können sich nicht sicher sein, ihr Vorsprung schmolz zuletzt auf drei Prozentpunkte. Seit 2003 stellen CDU und FDP die Landesregierung - zunächst mit Christian Wulff, seit Juli 2010 mit McAllister als Ministerpräsident.

dpa


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