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BÜHNENHÄPPCHEN: In der Langen Theater-Nacht zeigt das Schauspielhaus „Minna von Barnhelm“

BÜHNENHÄPPCHEN: In der Langen Theater-Nacht zeigt das Schauspielhaus „Minna von Barnhelm“© Ribbe

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Theater

am 4. Mai steigt die "Lange Nacht der Theater"

Was genau ist Dirigieren? Und was heißt an der Oper „un-plugged“? Die Blicke hinter die Kulissen sind bei der Langen Nacht der Theater wie das Salz in der Suppe.

Wo kriegt man sonst Dirigierunterricht beim 2. Kapellmeister der Staatsoper zu sehen? Oder einen Vorgeschmack auf die Meistersinger von Nürnberg mit eben dem Zusatz „unplugged“? Die Probeausschnitte des Balletts „Tanz unter dem Dach“ sind seit jeher ein Renner im Vorverkauf.

Und dass sich hinter „Ware Mensch“ am Theater an der Glocksee ein erster Einblick in die neue Produktion von Tugsal Mogul („Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt“) verbirgt, sollte man lieber nicht zu laut verkünden, sonst platzt das Haus gar aus allen Nähten. Am 4. Mai steigt die zwölfte Lange Nacht der Theater - und in dem Fall heißt wie gewohnt einmal etwas richtig Gutes: Der Mix ist wieder vielfältig und überzeugend. Da spotten im Figurentheaterhaus Theatrio die Puppen (für Erwachsene!) - Jens Heidtmann zeigt sein preisgekröntes Figurenkabarett „Da kann man nicht meckern!“; im Kindertheater-Haus rangeln „Monster“ und wird ein einfacher Holzfäller zum märchenhaften „Vogelkopp“; das Theater für Niedersachsenfährt mit dem Theaterkarren vor der Oper auf; im Neuen Theater suchen Bauern Frauen.

24 Theater präsentieren an 30 Spielorten in 118 Vorstellungen Schauspiel, Revue und Varieté, Impro-Theater, Gesang, Comedy und Kabarett. Die Oper gibt je 325 Sitze für Lange-Nacht-Besucher frei, „Eugen Onegin“ in zwei Teilen. Die anderen Theaterhäppchen beginnen ab 18 Uhr immer zur vollen Stunde (einige Theater fangen später an) und dauern etwa eine halbe. Viele Häuser schließen mit der 22-, einige mit der 23-Uhr-Show, im Opernhaus kann noch um Mitternacht kräftig beim Opernchor-Karaoke mitgesungen werden. Ab 23 Uhr steigt die Lange-Nacht-After-Show-Party für alle im Schauspielhaus.

„Ich erlebe die Lange Nacht der Theater immer als eine Art kulturellen Karneval“, freute sich Klecks-Theater-Leiter Harald Schandry gestern bei der Programmvorstellung. „An der Langen Tafel der Theaterhäppchen fallen Schranken: die zwischen staatlichen und freien Bühnen, zwischen den Sparten, zwischen Profis und Amateuren. Da kann sich jeder satt essen.“

DER EINLASS

Lange-Nacht-Einlassbändchen gibt es ab heute im Vorverkauf an der Kasse im Schauspielhaus Mo.–Fr. 10–19.20 Uhr, Sa. 10–14 Uhr.

10 Euro kosten die Bändchen im Vorverkauf, dazu gibts zwei Eintrittskarten nach Wahl (so vorhanden), die den Einlass zur Vorstellung garantieren. Ansonsten heißts anstehen.

An der Abendkasse kosten die Bändchen fünf Euro; dazu gibts ein Ticket für das Theater, in dem man kauft.

Die Kulturbusse fahren in drei Touren und sind mit Bändchen kostenfrei zu benutzen.


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