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Eine der Macherinnen: Iyabo Kaczmarek.

Eine der Macherinnen: Iyabo Kaczmarek.© Christian Behrens

Kunstspektakel

Visionen für das Ihmezentrum Hannover

Sichtweisen verändern, Denkweisen verändern, nicht zuletzt in Bezug auf das Ihmezentrum – das ist ein Ziel der Macher von „Ihme Vision“, einem audiovisuellen Kunstspektakel, das am 8. und 9. September stattfindet.

Hannover.  Warum eigentlich das Ihmezentrum? „Naja“, sagt Iyabo Kaczmarek: „Wir lieben es doch alle. Gut, wir hassen es auch. Aber vor allem lieben wir es.“ Und darum will ein Team um die umtriebige Kulturmanagerin den gewaltigen Bau Anfang September in das rechte Licht rücken: mit dem audiovisuellen Großprojekt „Ihme Vision 2017“.

40 Künstler aus Stadt, Region und dem Rest der Welt werden sich beteiligen, vom hannoverschen Lichtkünstler Franz Betz, der auch zum Veranstaltungsteam gehört, bis zu einer Delegation aus Hiroshima, wo es auch einen solchen brutalistischen Großbau gibt. Lichtdesigner und Street Artists sind dabei, Vertreter der Filmfestivals „up and coming“ und „Und bitte“, Szenografen oder auch Musiker wie die hannoversche Band Transmitter, die von jeher auf eine aufwendige Lichtshow setzt.

Auf vielerlei Weise soll das Ihmezentrum erstrahlen, zunächst einmal die Fassade, zumindest teile davon – für eine Komplettbestrahlung reichen die Mittel – 50 000 Euro, vor alle, von Stadt, Region und Sparkassenstiftung bei weitem nicht. Auch Leinwände, Camera Obscuras, Installationen und Skulpturen kommen am grünen Ufer zum Einsatz.

Und es gibt Lichtkunst mobil: Ein Lastenrad mit Beamer wird schon vorher in der Stadt unterwegs sein, um für das Spektakel zu werben. Am Abend selbst wird es natürlich auch da sein.

Vor zwei Jahren gab es bereits einen Testlauf: „Wir mussten erst einmal gucken, ob das Thema funktioniert und ob der Ort funktioniert“, sagt Kaczmarek. Und? „Es funktionierte: 5000 Menschen kamen, obwohl das Wetter sehr schlecht war.“

Im vergangenen Jahr musste das „Leidenschaftsprojekt“ aus organisatorischen Gründen pausieren. Die Förderer blieben an Bord; der Etat ist sogar verdoppelt. „Nun können wir viel mehr mit dem Raum spielen“, freut sich Kaczmarek.

Und mit dem Publikum: Das ist gehalten, eigene Lampen mitzubringen, idealerweise die Lieblingsstehlampe von daheim. Sie sollen das Ufer zusätzlich erhellen. Mit Kindern sollen Lampen gebastelt werden.

„Ich sehe mein Fenster“ ist das Festival überschrieben, als Aufforderung, generell seine Sichtweisen zu ändern. Man kann ja beim Ihmezentrum damit anfangen.

„Ihme Vision“: am 8. September von 18 bis 22 Uhr, tags drauf von 14 bis 22 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von Stefan Gohlisch


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