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12:12 05.04.2015
Blick in das Memorial Museum in Mons. Quelle: Olivier Hoslet
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Ein weiteres neues Museum ist neolithischen Feuerstein-Minen gewidmet. Mit den Eröffnungen trete Mons in eine neue Ära ein, sagte der Bürgermeister und ehemalige Regierungschef Belgiens Elio Di Rupo. Die Stadt nehme eine neue Identität an. Die Kosten der neuen Museen, die fast alle in historische Gebäude eingezogen sind, belaufen sich auf rund 35 Millionen Euro.

Die ARTOTHEK: Sie vereint im Zentrum der mittelalterlichen Stadt die Sammlungen von zwölf Museen aus der Region. Mit rund 50 000 Kunstwerken ist sie in die dafür umgebaute Kapelle des ehemaligen Ursulinen-Klosters aus dem 18. Jahrhundert eingezogen. Ständig ausgestellt sind rund 1500 Werke; der Rest der Sammlung kann virtuell besichtigt werden.

Das MONS MEMORIAL MUSEUM (MMM): Das Weltkriegsmuseum präsentiert einen Geschichtsparcours, der vom Mittelalter bis zum Ersten und Zweiten Weltkrieg reicht. Mons und das Umland waren im August 1914 Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen britischen Soldaten und der deutschen Armee.

Das DOUDOU-MUSEUM: Es ist dem Volksfest gewidmet, das auf der Unesco-Liste des immateriellen Weltkulturerbes steht. Es illustriert den Ursprung und die Geschichte des Prozessionsspiels zu Ehren der Schutzheiligen Waltrudis und Sankt Georg, der gegen den Drachen kämpft. Die jahrhundertealte Tradition zieht jährlich Tausende von Besuchern an und soll auf das 13. Jahrhundert zurückgehen.

Das SILEX'S: Die neolithischen Feuerstein-Minen von Spiennes sind ein weiteres Unesco-Weltkulturerbe, dem die wallonische Stadt ein Museum widmet. In dem runden Metallpavillon wird die Geschichte der Minen aus der Steinzeit dokumentiert und deren archäologischen Funde. Spiennes gehört mit Hunderten von Schächten zu den ältesten und größten Feuersteinminen Europas. Ein Schacht ist für Besucher geöffnet.

Die Eröffnung des barocken BELFRIEDs als fünftes Museum ist auf den Juli verschoben worden. In dem 87 Meter hohen Glockenturm, den die Unesco 1999 auf ihre Weltkulturerbe-Liste gesetzt hat, soll der Besucher einen Einblick in dessen Geschichte bekommen. Das Wahrzeichen der Stadt wurde zwischen 1661 und 1672 erbaut.

Mit dem Eröffnungsreigen, zu dem auch die Einweihung eines neuen Konzerthauses gehört, startet Mons in die zweite Phase seines Kulturhauptstadtprogramms.

dpa

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