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13:32 14.01.2018
Steile Thesen, steile Haare: Urban Priol blickt im Theater am Aegi auf 2017 zurück. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Wenn Urban Priol sich lauthals über Politik und Wirtschaft auslässt, dann stehen ihm mit seiner zotteligen Sturmfrisur buchstäblich die Haare zu Berge. 2017 hatte es aber auch wirklich in sich. Und darüber kann der Kabarettist sich im ausverkauften Theater am Aegi köstlich ereifern.

365 Tage lang, in denen der Unterfranke reichlich Futter für seinen aktuellen „Tilt!“-Jahresrückblick sammelt konnte und in denen „ein twitterndes Tourette-Syndrom mächtigste Frisur der Welt wurde“, „Pulled-Pork-Pummelchen Kim mit Wasserstoff bömbelte“ und auch sonst so einiges aus der Bahn geriet – besonders in der Politik.

Verbalinjurien und Imitationen

Da muss Christian Lindner, der „Slim-Fit-Typ“ der FDP, ebenso dran glauben wie Alexander Dobrindt, der einer der wenigen sei, „die Donald Trump intellektuell das Hirnwasser reichen könnten“. Günther Oettinger betitelt er als „Schreck eines jeden Logopäden“, und Martin Schulz vergleicht er mit einem Pilz, der „nach einem warmen Sommerregen aus dem Boden herausploppt“.

Mit unterfränkischem Dialekt imitierte er verblüffend echt Angela Merkel und Co. verblüffend echt und streift Themen wie der PKW-Maut, dem Streit um rote Knöpfe und die Flüchtlingspolitik.

Lob der Überreaktion

Drastisch und böse ist Priol. Manches sei vielleicht sogar überzogen, räumt er ein. Den Kritikern aber gibt er auf den Weg: „Überreagieren ist besser als gar nicht reagieren“.

Was Priol auf der Bühne Revue passieren lasst, ist zwar ein abgelaufenes Jahr, die Themen aber bleiben aktuell – was wohl 2018 mit sich bringen wird? Urban Priol führt sicher bereits Tagebuch für den nächsten „Tilt!“. Der findet am 15. Januar 2019 statt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Von Lara Sagen

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