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DAS UNTERHEMD SITZT: Ekel Alfred (Georg Troeger) und Schwiegersohn (Tom Keidel).

DAS UNTERHEMD SITZT: Ekel Alfred (Georg Troeger) und Schwiegersohn (Tom Keidel).© Steffen

Theater

Zeitreise mit "Ekel Alfred"

„Du dusselige Kuh!“ - und mehr als 2600 Zuschauer in drei Vorstellungen von „Ekel Alfred - ein Herz und eine Seele“ quietschen vor Vergnügen.

Hannover. Das „Ekel“ (Georg Troeger) putzt im Aegi mal wieder seine Angetraute Else (Christiane Rücker) runter. Pöbelt seinen „Sozi-Komsomolze“-Schwiegersohn Michael (Tom Keidel) an - „Pass doch auf, du Arschloch!“. Und meckert seine Tochter Rita (Ariane Ott) an, weil sie immer im oberknappen Minirock rumläuft.

Kennt man alles aus der immer wieder im TV laufenden gleichnamigen WDR-Kultserie. In den seligen 70ern wars, aber das Ganze funktioniert dank der genialen Dialoge von „Ekel“-Erfinder Wolfgang Menge noch immer - auch als Zeitreise in längst vergangene westdeutsche Piefigkeit.

Troeger gibt den Heinz Schubert als die Familie aufmischender Giftzwerg richtig klasse. Und Rücker als wunderbar liebe Else wie auch der herrlich lakonisch spielende Keidel als in sich ruhender 68er-Sympathisant mimen kongenial Alfreds Reibeflächen.

Die Komödie am Altstadtmarkt Braunschweig brachte zwei Serienfolgen: Regisseur Hans Thoenies hatte Wert auf Detailtreue gelegt und sich eng am Original orientiert. Man kann auch bei den längst nicht mehr aktuellen politischen Gags noch lachen: Elses Verwechselung Kiesinger-Kissinger, Alfreds Wettern gegen Willi Brandt. Erstaunlich zeitlos kommt der „Silvesterpunsch“ rüber, den Alfred fürs Fest braut, zu oft probiert und das Familienessen versaut - das könnte auch heute noch so laufen.

Bewertung: 4/5


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