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Los gehts: Das „Yalla!“-Ensemble will eigene Stücke ausarbeiten und Menschen zusammen bringen.

Los gehts: Das „Yalla!“-Ensemble will eigene Stücke ausarbeiten und Menschen zusammen bringen.
© Foto: Ribbe

Mit ararbischer Live-Musik im Pavillon

„Yalla!“ im Ballhof Zwei

Begegnungen mit Kultur: Das neue Projekt „Yalla!“ des Jungen Schauspiels richtet sich an Geflüchtete, Migranten und Einheimische.

Hannover. Der Name ist ist viel versprechend: „Yalla!“. Das neue Theaterprojekt ist im Ballhof Zwei gestartet: Mit arabischer Live-Musik, kreativem Austausch und den ersten vorsichtigen Übungen auf der Bühne präsentierte das Schauspiel ihr neues Projekt. Moderiert wurde der Abend von Barbara Kantel, Leiterin des Jungen Schauspiels, und Dramaturgin Rania Mleihi, die aus Damaskus stammt.

Drei Künstler aus Syrien und dem Irak wollen mit dem neuen „Yalla!“-Ensemble, Geflüchteten, Migranten und Einheimischen von 15 bis 30 Jahren Raum für Kreativität, Spaß und Selbstdarstellung bieten.

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Die erste Aufführung steht bereits im November an, danach übernimmt Wessam Talhouq das Kommando. Der 34-jährige Syrer machte 2010 seinen Abschluss am „Higher Institute of Dramatic Arts“ in Damaskus. Auch er hat als Schauspieler und in der Regie bereits in Syrien, Nordafrika und Europa Erfahrungen gesammelt. Für das neue Projekt schwebt ihm ein Sozialexperiment vor: eine Busfahrt des Ensembles gemeinsam mit einem kleinen Publikum. So sollen sie sich austauschen und ihre Erlebnisse, Gefühle und Kulturen miteinander teilen: „Wie sagt man so schön in Deutschland: geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude.“

Die letzte Workshop-Phase leitet Roula Thoubian. Sie stammt ebenfalls aus Damaskus und studierte dort Darstellende Künste. Seit dreieinhalb Jahren leben die 45-Jährige mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Deutschland. Ihr schwebt ein Projekt mit sozialen Medien vor: „Ich freue mich darauf, mit jungen Leuten zu arbeiten und sie kennenzulernen.“

Zu dem Projekt „Yalla! – Los geht’s!“ gehören das Tandem Café jeden Mittwoch ab 16 Uhr im Ballhof und das „House of many“, in dem junge Menschen zwischen 16 und 20 Jahren aus allen Kulturen eigene Ideen ausarbeiten und umsetzen können.

Von Leonie Gebhard


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