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Kultur Ulrich Tukurs Reise zum Mond
Nachrichten Kultur Ulrich Tukurs Reise zum Mond
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10:56 07.03.2018
Ulrich Tukur ist im Aegi, um den Mond zu grüßen.
Hannover

„Grüß mir den Mond!“ heißt das neue Programm von Ulrich Tukur und seinen Rhythmus Boys. Es ist das bewährte Quartett – Tukur, Gesang und Klavier, Ulrich Mayer, Gitarre, Günter Märtens, Kontrabass und Kalle Mews am Schlagzeug. Tukur nimmt seine Zuschauer mit auf eine Zeitreise. Die goldenen Jahre der Swing- und Jazz-Kunst, Gedichte von Wilhelm Busch und Ringelnatz-Verse, es scheint, Tukur lebt und liebt ein anderes Jahrhundert.

Nach einer langen Geschichte über die Mondlandung landen sie bei Cole Porter und seinem Klassiker „Night and Day“. Tukur überschlägt sich aufgeregt bei seiner Moderation. Ein Viel- und Schnellsprecher, der mit seinen Versprechern kokettiert, so dass man nicht genau weiß, ist das nun so gemeint, oder hat Tukur doch ein Konzentrationsproblem.

Die feinen Jazz-Standards wie „Harlem Nocturne“ von Earle Hagen und Dick Rogers liebt er ebenso wie die Lieder von Ilse Werner. „Leider ist die Dame heute nicht anwesend, die Gründe sind bekannt.“ „Mit der letzten Straßenbahn“ – Tukur setzt der geschätzten Kollegin ein demutsvolles Denkmal.

Der übergroße Kontrabassist Günter tanzt derweil mit dem winzig kleinen Schlagzeuger Kalle. Ihre Nasen berühren sich leicht, solche Musiker muss man erst einmal finden – Yin und Yang, Pat und Patachon in Perfektion. Das Schlagzeugsolo von Kalle wird eifrig beklatscht, der Vortrag „über die Geschlechtlichkeit der Gestirne“ vom pomadigen Ulrich Mayer, ist an Nonsens nicht zu überbieten. Interessant, dass le Soleil und la Luna in romanischen Sprachen das jeweils andere Geschlecht besetzen.

Zu „Let’s spend the Night together“, wird der Rock ’n’ Roll am Nasenring durch das Theater geführt. Märtens parodiert Mick Jagger nicht besonders liebevoll. Die Zuschauer (beide Abende sind fast ausverkauft) kreischen deswegen sehr vergnügt. Die Bühne ist spartanisch eingerichtet, ein Vollmond-Lampion und eine Schüssel mit „Meerwasser“ sind die einzigen Fragmente. Dazu passt „La Paloma“ als letzter Titel.

Von Kai Schiering

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