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PSYCHEDELISCH: Brit Floyd orientieren sich bei ihren Shows auch optisch an den originalen Pink Floyd.

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Interview

Tribute-Band Brit Floyd spielt am Aegi

17 Jahre lang war Damian Darlington Teil des Cover-Spektakels „The Australian Pink Floyd Show“. 2011 stieg er aus und gründete Brit Floyd. Mit der Formation kommt der britische Gitarrist und Sänger nun nach Hannover. Ein Interview.

Im Gegenteil zur Australian Pink Floyd Show habe ich Brit Floyd noch nie gesehen. Warum sollte ich das ändern?

Weil Brit Floyd die weltbeste Pink-Floyd-Cover-Show bietet, da bin ich mir sicher. Wir geben uns alle erdenkliche Mühe, die Musik zum Erleben zu erwecken. Wir bieten eine fantastische Lightshow. Es ist die nächste Stufe der Evolution.

Was machen Sie jetzt anders als vorher?

Es sind weniger Kängurus involviert - aber wir haben mal über Dachse nachgedacht (lacht). Nein: Wir haben zum Beispiel das Repertoire deutlich erweitert. Wir gehen optisch einen Schritt weiter - Bryan Kolupski, der all unsere Videos und Animationen erstellt, hat einen fantastischen Job gemacht.

Wie sieht es mit aufblasbaren Figuren aus?

Die haben wir natürlich, zum Beispiel das berühmte aufblasbare Schwein.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Kontakt mit Pink Floyd erinnern?

Ja. Ich war ungefähr 13 Jahre alt. Ein Freund hatte „The Wall“. Wir waren fasziniert: wie sich eine Geschichte - beginnend beim Artwork von Gerald Scarfe bis zur Musik - durch das komplette Album zog. Ich liebte die Musik, ich verliebte mich in David Gilmours Gitarrenspiel. Ich war sofort Fan. Und immer wenn ich Geld hatte, kaufte ich mir die älteren Sachen nach.

Was faszinierte Sie an dieser Band?

Es ist eine so unglaublich kreative Gruppe. Ich liebe die Musik, auch ihre gelegentliche Schrulligkeit, die Soundeffekte, das Gesamtpaket.

Dennoch ist es ein gewisser Schritt vom Fan-Dasein dahin, zu sagen: Okay, jetzt spiele ich mein Leben lang diese Band nach. Wie kam es dazu?

Zufall? Schicksal? Ich wurde 1994 Teil der Australian Pink Floyd Show, als es solche Tribut-Bands noch nicht wirklich gab. Es war eine Gelegenheit, die sich ergab, nicht mehr. Und jetzt bin ich hier, mehr als 20 Jahre später, und mache das immer noch ... Und ich genieße es bis heute.

Was ist der Unterschied zwischen einer Cover- und einer Tribut-Band?

Zum einen konzentriert man sich nur auf eine Band. Und: Man spielt deren Musik authentischer als 99,9 Prozent aller Cover-Bands ...

... und vermutlich auch der gecoverten Band selbst.

Ja, durchaus. Die Fans möchten die Musik genau so hören, wie sie es von den Alben kennen.

Und was bedeutet das Ihnen?

Ich verspüre immer noch eine große Befriedigung, wenn ich dem Original so nahe wie möglich gekommen bin. Ich spiele großartige Musik mit großartigen Musikern. Ich reise um die ganze Welt, besuche fantastische Orte und lerne faszinierende Menschen kennen. Und ich entdecke in dieser Musik immer neue Details. Es wird nie langweilig.

Ihr Lieblingssong?

Es geht für mich kaum besser als „Comfortably Numb“.

Brauchten oder brauchen Sie manchmal ein Kontrastprogramm?

Ich bin Mitglied in Bands, seit ich 14 Jahre alt bin: in Rock-, Country-, Jazz-, Big Bands, in akustischen Gitarrentrios ... Es ist wichtig, als Musiker etwas anderes als immer nur Pink Floyd zu spielen.

Brit Floyd spielen am Donnerstag (27. Oktober) ab 20 Uhr im Theater am Aegi. Karten (60,85 bis 79,25 Euro) gibt es in den NP-Ticket-Shops.

tickets.neuepresse.de

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Als Kind der 60er Jahre kam man an Pink Floyd kaum vorbei. Um den Briten Damian Darlington war es geschehen, als er das Konzeptalbum „The Wall“ hörte. Er lernte Gitarre und spielte schon als 15-Jähriger erste Konzerte, bis er 1994 Mitglied der Tribute-Band The Australian Pink Floyd Show wurde. Dort blieb er 17 Jahre lang und gab mehr als 1300 Konzerte, davon auch einige in Hannover. 2011 gründete er Brit Floyd mit dem Ziel, den Shows des Originals akustisch wie optisch noch näher zu kommen.


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