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WEIHNACHTEN KANN SO SCHÖN SEIN: Die Bagaluten Raymond Voß (links) und Klaus Büchner.

WEIHNACHTEN KANN SO SCHÖN SEIN: Die Bagaluten Raymond Voß (links) und Klaus Büchner.© Frank Wilde

Konzert

Torfrock: Bagaluten-Wiehnacht

Erster Weihnachtsfeiertag und die 23. „Bagaluten-Wiehnacht“ mit Torfrock: ein Festtag für alle. Fast alle. Denn Bruno Punani, die Vorband, hat den Kopf gerade noch aus der Schlinge gezogen.

Hannover. Ein Teil der gut 1600 Zuschauer fängt schon kräftig an zu murren ob der Klezmer-Balkan-Klänge der Salzwedeler Band. Diese musikalische Kombination passt nicht ganz zusammen, und man hat das Gefühl, das Trio spielt im Capitol sein Set nicht wie geplant zu Ende.

Ansonsten ist aber alles beim Alten. Torfrock, schon 1977 von Klaus Büchner und Raymond Voß gegründet, sind für ihre Fans eine Institution: „Wir saufen den Met, bis keiner mehr steht!“ Ein vollmundiges Versprechen, doch einige Besucher geben sich größte Mühe.

Ihre Wikinger-Helme schunkeln durch die Reihen, es wird „Odin!“ gekräht. Zwischendurch belustigt Klaus die Menge mit seinen Reimen: „Es gibt auf dieser großen Welt einen großen Haufen Geld. Das ist unser Planet - ein Riesenportemonnaie!“ Torfrock sind eine Blues-Rock-Kapelle alter Garde. Aus the Troggs „Wild Thing“ wird „Wildsau“, Eddie Cochrans „Summertime Blues“ wird umgeschnackt zum „Sommertied Blues“, und Chuck Berrys „Oh Carol“ heißt folglich „Karola Petersen“ - die schnellste Krabbenpulerin Norddeutschlands.

„Vielen, vielen Danke!“, witzelt Klaus, „vielen, vielen Bitte!“, blödelt die Menge zurück. Die Gags gehören zur Show wie der Vollbart zum Gitarristen Voß. Nach „Presslufthammer B-B-Bernhard“ und der Granate „Renate“ schwanken die Wikinger-Fans nach draußen, bis zum nächsten Jahr, wenn es Odin denn gefällt!

Bewertung: 3/5


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