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Festival

Tolles Fährmannsfest trotz Matsch und Regen

Gut, dass ich Gummistiefel anhabe!“, sagt eine junge Frau begeistert, als sie den matschigen Hang an der großen Bühne des Fährmannsfestes vorsichtig hochgeht. Gummistiefel gehörten diesmal zur Standardausrüstung auf dem Feld vor der Bühne. Doch rund 6000 Menschen trotzten am Sonnabend der Nässe von unten und wurden sogar von oben mit dem einen oder anderen Sonnenstrahl belohnt. Insgesamt zog das Fährmannsfest am Wochenende doch mehr als 20 000 Zuschauer.

Hannover. An der Musikbühne läuteten die hannoverschen Pop-Punker Failed at Scoring den Festtag ein, während nebenan auf der Faustwiese noch der eine oder andere Stand aufgebaut wurde. Neben Parteien und Vereinen, die sich hier präsentierten, gab es ein großes Angebot an ausländischen Spezialitäten. Herausragend dabei ein umgebauter bunter Bulli, der „Cannabis-Drinks“ wie Hanf-Bier verspach – ein Schild versicherte aber, dass alles legal ist: „Hier gibt’s nix zu rauchen, was turnt!“

Mit dem Abend wurde nicht nur das Wetter etwas beständiger, sondern das Ihme-Ostufer auch immer voller. Vor der Bühne tanzten die Menschen zu den punkigen Abstürzenden Brieftauben und später zu den softer klingenden Indie-Rockern Die Sterne. Währenddessen machten es sich viele Besucher auf den Bierzeltbänken unter den mit Lichtgirlanden geschmückten Bäumen mit einem Bier oder Crepe ge­mütlich. Und sogar nach 20 Uhr standen noch Leute an der Abendkasse – sie wollten später die kultige Punkband Sondaschule live erleben.

An der Kulturbühne auf der Faustwiese ging es dagegen zwar etwas ruhiger zu, weniger gelacht wurde hier allerdings nicht: Denn beim Open-Air-Poetry-Slam „Macht Worte!“ zeigten fünf junge talentierte Dichter, was sie so draufhaben. Das Publikum fand es klasse und vergab Bestnoten. Der Slam ging gerade ins Finale, als es am anderen Ufer laut wurde: Die Sondaschüler hatten losgelegt, und die Fans rockten   ordentlich mit zu Songs wie „Neue Welt“ oder „Waffenschein bei Aldi“.

Tagsüber ging es harmloser zu: Schlenderte man über die Wiese, war auf der linken Seite ein Stand mit Henna-Tattoos, und rechts ließ sich gerade eine Frau von indischer Kopfmassage verwöhnen. Das Fährmannsfest ist schließlich vor allem ein Fest für die ganze Familie. Und für die kleineren Besucher hatten sich die Veranstalter auch etwas ausgedacht: Auf der Wiese konnten die Kinder auf einem selbstgebauten Baum­stammkarussell fahren, und nebenan wurde fleißig gemalt, und es wurden Tiergesichter geschminkt.

Und auch der Sonntag hielt noch einige Highlights bereit: Die Indie-Schlager der SpVgg Linden-Nord und die Berliner Band Milliarden brachten gute Stimmung, bevor die Elektro-Punker Großstadtgeflüster noch mal alles aus dem Publikum herausholten – ein gelungenes und friedliches Wochenende neigte sich dem Ende zu.


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Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

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