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EINDRUCKSVOLL: Das Ballet Preljocaj in Wolfsburg.

EINDRUCKSVOLL: Das Ballet Preljocaj in Wolfsburg.
© Foto: Autostadt

Ballet Preljocaj im Kraftwerk der Autostadt

Toller Start bei den Movimentos

In Wolfsburg sind die Festwochen Movimentos gestartet mit dem Ballett „La Fresque“ von Angelin Prejocaj.

wolfsburg. Seit 15 Jahren treibt dieses Kraftwerk Bewegung von höchster ästhetischer Kraft an – und hat noch keinen Energieverlust zu beklagen: In der Autostadt sind die Movimentos (bis 21. Mai) mit dem hinreißenden Gastspiel vom Ballet Preljocai gestartet.

Die Festwochen feiern sich zu Recht auch selbst. Im röhrenbestücken Erdgeschoss ziehen großformatige Fotos Bilanz mit den schönsten Aufnahmen von Thomas Ammerpohl, der die bewegendsten Aufführungen festgehalten hat. Zu denen auch „La Fresque“ gehören dürfte – ein getanztes Meisterwerk über gemalte Meisterwerke, eine bewegte Variation über die chinesische Sage „Das Wandgemälde“.

Und damit gehts auch hinein in das 80 Minuten dauernde Stück von Angelin Preljocaj. Zwei junge Männer entdecken ein Bild mit einiges schönen Mädchen (die hauteng verführerischen Kostüme sind von Azzedine Alaia), und einem der beiden ist es vergönnt, darin einzutauchen. Er und die Zuschauer werden fortgerissen in einen wunderbaren Bewegungsstrudel, bei dem man die Geschichte gar nicht kennen braucht, die in einzelnen Motiven angerissen wird.

Die schönsten Szenen: Ein gewaltiger Sternenhimmel mit explodierenden Galaxien scheint im Bühnenhintergrund auf, dazu ein hypnotischer Pas de Deux in Zeitlupe, traumhaft. Dann wieder: Die Truppe umringt eine der Frauen, die ihre langen Haare fließen lässt, umwinden, wickeln, verknoten sie, lassen sie, die Haare und die Tänzerin, schweben. Dann laufen antike Krieger mit Helm und Speer auf, bringen den Jüngling, der sich in dieses Wunderland verirrt hat, zum Fliegen.

Was diese Truppe auszeichnet, ist die atemberaubende Präzision, mit der die kompliziertesten, auch gegenläufigen Rhythmen in Bewegung umgesetzt werden. Das Movimentos-Publikum feiert die artistischen Einlagen, die ein bisschen ans GOP erinnern, als ausgiebig benutzte Kletterseile für die Tänzer von der Decke herabgelassen werden.

Dazu erscheinen stimmungsvolle Bühnenbilder, die mal an verschwimmende Kalligraphiestriche oder Meeresstrudel erinnern. Die Tonspur ist zeitgemäß mit harten E-Gitarren und pulsierenden Streichern – passend zum energiereichen Movimentos-Start.

Von Henning Queren


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