Thilo Sarrazin will beim Literaturfestival in Berlin seinen Standpunkt über Migrationsthemen verbreiten, ohne darüber zu diskutieren.
Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin verweigert sich beim Internationalen Literaturfestival in Berlin einer kritischen Diskussion seiner umstrittenen Migrationsthemen. Der Veranstalter, das Haus der Kulturen der Welt, teilte am Mittwoch mit, Sarrazin und sein Verlag hätten die Einladung eines kritischen Gesprächspartners aufs Podium abgelehnt. „Bleibt es bei dieser Haltung, wird die Veranstaltung bei uns nicht stattfinden“, sagte Intendant Bernd M. Scherer.
Sarrazin („Deutschland schafft sich ab“) hatte im Rahmen des Literaturfestivals am 25. September zum Thema „Zukunft Deutschland“ sprechen sollen. Das Haus der Kulturen der Welt halte die kritische Auseinandersetzung mit seinen „polemischen Thesen“ für notwendig, auch wenn sie völlig konträr zu Grundhaltung des Hauses seien, sagte Scherer. Durch Sarrazins ablehnende Haltung werde die gewünschte Form der Auseinandersetzung jedoch konterkariert. „Das können wir nicht tolerieren“, so der Intendant.
Sarrazin, früher Finanzsenator (SPD) in Berlin, sorgt immer wieder mit provokanten Thesen über Einwanderer für Aufsehen. Gegen seine Einladung auf das Festival hatte der Migrationsrat Berlin-Brandenburg Protest eingelegt.
dpa
Kommentare
Herr Sarrazin schorse – 26.08.10
Die Art und Weise wie Herr Sarrazindie Dinge anspricht ist nicht
immer korrekt . Diskussionen und
Meinungen sind nicht sachlich
von Herrn Sarrazin . Natürlich
hat die Bundesregierung auch
Fehler gemacht bei der Einwanderungspolitik und viele
Migranten wollen sich gar nicht
integrieren. Aber es sind nicht alle so . Mit einem Punkt hat Herr
Sarrazin recht: Es fehlen Menschen
aus dem asiatischen Ländern die
gut ausgebildet sind . Aber es wäre auch wünschenswerter über zukünftige Familienpolitik zu
diskutieren als über Umweltschutz .
Sarrazin immer wieder – 26.08.10
Ist den Deutschen die Wahrheit so unbequem, dass sie diese nicht hören wollen?Gute Nacht Deutschland !
Thilo Sarrazin Hansi – 25.08.10
"Das Haus der Kulturen der Welt halte die kritische Auseinandersetzung mit seinen „polemischen Thesen“ für notwendig, ..."-------
Es sind keine 'polemischen Thesen' sondern es ist die Wahrheit, die jeder Bürger täglich erleben kann. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Wahrheit ist somit überflüssig.
Der Plan der Veranstalter war die medienwirksame, öffentliche "Hinrichtung" Herrn Sarrazins durch linksreaktionäre Gutmenschen, die leider immer noch fest die Augen vor der Realität verschließen. Darauf kann Sarrazin verzichten.
Die Verkaufszahlen seines Buches (ebenso wie die des Buches von Kirsten Heisig) kommt einer Volksabstimmung gegen Multikulti gleich - und das ärgert gewisse Leute in diesem Land, besonders unsere "Integrationsministerin" Aygül Özkan (CDU), die leider immer noch im Amt ist.