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Eine Hommage an das Leben: Sting eröffnete mit einem Konzert das Bataclan.

Eine Hommage an das Leben: Sting eröffnete mit einem Konzert das Bataclan.
 © dpa

Konzert im Bataclan

Sting spielt für die Opfer von Paris

 Neuanfang nach dem Terror: Ein Jahr nach den Anschlägen von Paris ist das Bataclan wieder eröffnet worden – mit einem Konzert von Sting und wurde eine Hommage an das Leben.

Paris.  Der Pariser Konzertsaal Bataclan hat ein Jahr nach dem verheerenden Terroranschlag mit einem Konzert des britischen Musikers Sting wiedereröffnet. Zum Beginn seines Auftrittsbat der 65-Jährige die Zuschauer um eine Schweigeminute für die Opfer. „Wir werden sie nicht vergessen“, sagte er. Der Saal mit rund 1500 Plätzen war ausverkauft, im Publikum waren auch Angehörige von Opfern des Anschlags vom 13. November 2015.

Vor einem Jahr waren drei Islamisten mit Sturmgewähren und Sprengstoffgürteln während eines Konzerts der US-Rockband Eagles of Death Metal in das Bataclan eingedrungen. Sie ermordeten 90 Menschen, zeitgleich verübten zwei weitere Terrorkommandos Anschläge am Stade de France und auf Pariser Bars. Insgesamt starben bei der Anschlagsserie 130 Menschen, rund 400 weitere wurden verletzt.

Konzert war binnen 30 Minuten ausverkauft

Der Saal war in den vergangenen Monaten komplett renoviert worden, um alle Spuren des Dramas zu beseitigen. Das Sting-Konzert war binnen 30 Minuten ausverkauft gewesen. Es wird von mehreren Fernsehsendern aufgezeichnet und von TV5 Monde auf allen fünf Kontinenten ausgestrahlt. 1500 Zuschauer fasst der traditionsreiche Saal, in dem Sting zuletzt 1979 mit seiner damaligen Band „Police“ aufgetreten war. Ein Teil der Plätze ist für Überlebende und Angehörige der Opfer reserviert.

Sting hatte zur Ankündigung seines Auftritts auf seiner Website erklärt, das Konzert solle „diejenigen ehren, die bei dem Anschlag im vergangenen Jahr ihr Leben verloren haben, und die Musik und das Leben feiern, für die dieser legendäre Konzertsaal steht“. Sting spielte ohne Gage. Die Einnahmen gehen an zwei Vereine, die sich für Opfer und Hinterbliebene einsetzen.

Veranstalter: Bataclan soll kein Mausoleum werden

Der Termin am Vorabend des ersten Jahrestags der Anschläge war auch ein Bekenntnis, dass das Leben im „Bataclan“ weitergehen soll. Man könne es nicht zu einem Mausoleum werden lassen, sagte einer der Verantwortlichen des Saals, Jules Frutos, dem Sender Europe 1. Das Konzert fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, alle Besucher wurden abgetastet.

Am Sonntag, dem Jahrestag, wollen Frankreichs Staatschef François Hollande und die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo alle sechs Anschlagsort aufsuchen: das Stade de France, vor dessen Toren die Anschlagsserie während des Fußballfreundschaftsspiels zwischen Frankreich und Deutschland begann, ein Restaurant sowie drei Bars und das Bataclan. Jedesmal soll eine Gedenktafel enthüllt werden.

Von afp/dpa/RND

Paris

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