Navigation:
MUSIKLIEBHABER: Steve Hackett ließ 800 begeisterte Zu-schauer im Aegi an seiner Leidenschaft teilhaben.Foto: Behrens

MUSIKLIEBHABER: Steve Hackett ließ 800 begeisterte Zu-schauer im Aegi an seiner Leidenschaft teilhaben.Foto: Behrens

|
Konzert

Steve Hackett und Band berauschen Publikum im Aegi

Verzückungstempel Aegi: 800 überwiegend grau- oder auch obenrum unbehaarte Menschen blicken seltsam berührt auf die Bühne, bewegen verzückt die Lippen, schaukeln sacht den Oberkörper. Nahezu esoterisch, die Wirkung, die Steve Hackett da oben auf der Bühne entfaltet, was allerdings mit schwarzer Magie wenig zu tun hat.

Hannover. Der ehemalige Genesis-Gitarrist, völlig glamourfrei, dafür fabulös virtuos, berauschte mit seiner nicht minder fabulösen Band im zweiten Set sein Publikum mit Klassikern aus dem frühen Genesis-Repertoire. Die stammen aus den frühen 70er Jahren, aus den Zeiten vor Hacketts Solo-Karriere, als er mit seinem furiosen Gitarren-Sound an den Webmustern der episch-elegischen Klangteppiche der damaligen Avantgardeband um Peter Gabriel und Phil Collins wunderschöne Nuancen mitklöppelte.

Monumentale Songs wie „Musical Box“ vom ersten Hackett-Genesis-Album „Nursery Crime“ (1971), „Cinema Show“ und „Firth of Fifth“ vom legendären „Selling England by the Pound“ (1973) haben sich den Verehrern damals tief in die Seele gebrannt, mit 3:30-Minuten-Mainstream-Gedöns hat diese immer noch betörende Musik aber rein gar nichts zu tun. Hackett und seine Mitstreiter ließen sie eins zu eins, wie die Originale, wiederauferstehen.

Verblüffend dabei Sänger Nad Sylvan, dessen Stimmfarbe so ziemlich exakt zwischen der von Peter Gabriel und Phil Collins liegt - und der im ersten Set nur kurz aufgetaucht war.

Der Grund: Hackett hatte bereits nach dem Auftakt zwei verschiedene Bands angekündigt: die mit dem „Solo-Stuff“ und die mit dem „Genesis-Stuff“, schließlich heißt die Tour „Acolyte to Wolflight with Genesis Revisited“. Den absolut hörenswerten Abstecher in Hacketts Solo-Karriere, die bereits 1975 begann, verfolgten in Teil eins manche begeistert, viele begleiteten ihn hingegen freundlich-verhalten, stets mit Sympathie. Sie wussten: Die Zeit der Verzückung würde schon noch kommen.

Bewertung: 5/5


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Die Bahn verspricht, pünktlicher zu werden - schafft sie das?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie