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PROJEKTION: Bühnenhoch ist das Gesicht von Samiel, klein dagegen Max.  © Jauk

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Aufführung

Staatsoper Hannover: Der Aufreger-„Freischütz“

„Aufhören“-Rufe, viel Applaus, manche sind gegangen, Buhs und Bravos waren nach der Premiere gleichstark: Der neue „Freischütz“ polarisiert. Ist die bildmächtige Inszenierung von Kay Voges genau richtig für eine klassische Oper im digitalen Zeitalter? Oder geht es hier komplett an der Musik vorbei?

Hannover. Die Oper hat bisher einige böse Schreiben bekommen, allerdings keine Abo-Kündigungen. Besucher regten sich vor allem über die aktuellen politischen Anspielungen auf - nach dem Motto „Wenn ich in den ,Freischütz‘ gehe, will ich auch den ,Freischütz‘ sehen“. Aber vielleicht passiert ja genau das hier, und das fanden manche „einfach klasse“ und waren von den Zwischenrufern genervt. Die Kontroverse wirkt sich auf den Kartenverkauf aus. Viele geben ihre Karten zurück. In gleichem Maße zieht aber auch der Vorverkauf an - „das hält sich die Waage“, so Oper-Pressesprecher Olaf Roth.

Meinungen zum Stück

Hannover ist mit dem neuen Freischütz in dünnes Eis eingebrochen. Eigentlich hilft nur eins: wegschmeißen und neu machen. OMM – „Online-Musik-Magazin“

Einfach nur eine Zumutung für alle Besucher. Nein danke. Mail an die Staatsoper

Für ein Schauspiel mit Multimedia-Clip-Show mag dieses Regiekonzept ja geeignet sein. Aber eine Operninszenierung ist das nicht. NDR

Wir hofften auf einen schönen Opernabend. Wir waren so angeekelt von den vielen grausamen Szenen, dass wir in der Pause gegangen sind. Zuschrift an die Staatsoper

Explosiv ambitionierte Aufführung, die deutlich macht, wie aktuell Musiktheater sein kann und auch sein muss. NMZ – „Neue Musikzeitung“

Eine Höllenfahrt in?den nationalpsycho-logischen, nationalpathologischen Untergrund – das Stück der Stunde. „Die Welt“

Es ist ein „Freischütz“, der genau in unsere Zeit passt. Wir haben das nicht gemacht, um einen Skandal zu provozieren. Michael Klügl, Opernintendant

Ich komme nicht nach Hannover, um geliebt zu werden, sondern um einen Impuls zu setzen. Kay Voges, „Freischütz“-Regisseur

Die NP-Kritik zum Stück

Pegida-Freischütz provoziert in der Oper

Romantische Oper anders herum: Für die Premiere von "Freischütz" gabs Buhs und Bravos.

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