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© Michael Thomas

Kulturprojekt

Sprengel Museum: Rundgang durch den neuen Anbau

In der Sammlung des Sprengel Museums finden sich hochkarätige Gemälde von Pablo Picasso oder Paul Klee. Damit sie besser zur Geltung kommen, wurden lichtdurchflutete Räume geschaffen. Die Eröffnung des Anbaus ist für den 18. September geplant. 

Hannover. Es ist eines der größten Kulturprojekte der niedersächsischen Landeshauptstadt: Der knapp 36 Millionen Euro teure Anbau des Sprengel Museums Hannover ist fertiggestellt. Allerdings wird es noch dauern, bis das Klima in den neuen Räumen so beständig ist, dass die hochkarätigen Werke aus der eigenen Sammlung hier präsentiert werden können.

Niedersachsens Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) sagte am Mittwoch nach einem Rundgang durch das vom Schweizer Architekten Markus Peter entworfene Gebäude: "Ich bin absolut beeindruckt. Hier kann man sich in der Kunst verlieren." In der Vergangenheit hatten Kostensteigerungen und Verzögerungen bei dem Projekt für Ärger gesorgt.

Auch die dunkle Betonfassade ist gewöhnungsbedürftig: Der rechteckige Bau wurde bereits als "Bunker", "Sarg" oder "Brikett" kritisiert. Im Innern sind die Räume versetzt angeordnet, unterschiedliche Grundflächen und Deckenhöhen sorgen für Abwechslung. Durch Oberlichter fällt Tageslicht, aber auch künstliche Beleuchtung ist möglich. "Unsere Werke der klassischen Moderne werden im grandiosen Licht zur Geltung kommen", sagte Museumsdirektor Reinhard Spieler.

Der Anbau wird am 18. September mit der Ausstellung "Zehn Räume, drei Loggien und ein Saal" eröffnet. Dabei sind verschiedene Künstler eingeladen, mit einer eigenen Arbeit den Dialog mit der Architektur des jeweiligen Raumes zu suchen. Danach schließt das Museum von Ende Januar bis Ende des Frühjahres 2016 und wird komplett umgestaltet. Meisterwerke von Pablo Picasso, Paul Klee oder Kurt Schwitters sind erst danach im Neubau zu bewundern.

Das Sprengel Museum vergrößert seine Gesamtfläche dank des Projektes von 11 800 auf mehr als 17 000 Quadratmeter. Die Stadt Hannover trägt 14,1 Millionen Euro der Kosten, 11,6 Millionen Euro stammen aus EU-Fördermitteln, jeweils fünf Millionen Euro finanzieren das Land und Sponsoren. dpa


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