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SIe wissen, wie es geht: Die Sportfreunde Stiller sind mal wieder im Capitol und „Auf Jubel gebaut“.

SIe wissen, wie es geht: Die Sportfreunde Stiller sind mal wieder im Capitol und „Auf Jubel gebaut“.
© Foto: Wilde

Tolle Stimmung mit Hits und neuen Sachen

Sportfreunde Stiller im Capitol

Es war fast wie ein Heimspiel: Die Sportfreunde Stiller feierten bei ihrem Konzert auch den Aufstieg von Hannover 96.

hannover. Zum achtzehnten Mal sind die Sportfreunde Stiller im Capitol – „und wir hatten noch nie ein schlechtes Konzert”. Das lässt für den Abend hoffen.

Auch diesmal ist die Bude voll, 1700 Fans sorgen für die Stimmung, während Peter Brugger, Florian Weber und Rüdiger Linhof die Hits liefern: Das Konzert, was mit Musik aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ beginnt, ist danach eher Sturm als Stille – obwohl die Tour und das neueste Nummer-Eins-Album beides ankündigen. „Lumpi“ ist vom neuen Album und hat einen eingängigen Keyboard-Riff, was an alte Singles erinnert, „New York, Rio, Rosenheim“ fordert zum ersten Mal Jubel von den Sporti-Fans.

Einige (Exilbayern?) sind in Oktoberfest-Karohemden da, sonst stehen viele Paare und Familien im Saal – die Melodien der Münchener, die direkt die Ohrwurmzentrale ansteuern, kennt nach 21 Jahren Bandgeschichte schon ein breiteres Publikum.

Die Zeiten, in denen Mehmet Scholl die Sportis stolz aufs alternative Umkleide-Mixtape packte, sind nach WM-Hit und einem Jahrzehnt Airplay vorbei. Den Fußball mögen Flo, Rüde (60er-Fans) und Peter (Bayern-Fan) natürlich immer noch.

Ein „Herzlich Willkommen in der ersten Liga“ geht an 96, ihre Hannover-Affinität beweisen die drei dann mit dem Aufzählen von Promis: „Mertesacker, Kai Wiesinger, Prügel-Prinz“. Zu „7 Tage 7 Nächte“ springt der Balkon, „Wunderbahren Jahren“ wird mit dem Hook aus „Ahnma“ der Beginner unterfüttert – die Sportis packen Hannover wieder auf die Karte.

Obwohl sich auch im Konzert die Geister an Bruggers Gesang und Stimme mal wieder scheiden, so steht eins fest: Den Songs der Sportfreunde steht ein wenig mehr Druck und den bringen sie live.

„Das Kompliment“ dem Partner, der Band, oder dem Publikum entgegen zu singen macht im Capitol auch mehr Spaß als im Auto – „1. Wahl“, mit der superschnellen Strophe und dem Beck-Sample aus „Loser“ fordert Applaus, an den sich die Band gewöhnt hat, der aber immer noch nicht selbstverständlich ist: „Vor 21 Jahren haben wir im Chez Heinz gespielt. Da waren wir, unser Manager und der Techniker.“

Mit „Auf Jubel gebaut“, einer vergleichsweise langsamen Nummer, können die Sportis natürlich nicht Schluss machen. Zwei Zugabenblöcke folgen mit „Ich, Roque“, zu dem das Capitol Bayern-Rot-Weiß leuchtet und „Es muss was Wunderbares sein“ – was Drummer Flo singt.

Da kommt im Saal ein „Nie mehr zweite Liga“-Chant auf – „na endlich“ freut sich Peter. Dann fliegen Konfetti und „Hannover“-Ballons, und die Fans singen „Oh, wie ist das schön“.

Von Lilean Buhl


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