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SPORTLICH, SPORTLICH: Rüdiger Linhof(von links), Florian Weber und PeterBrugger sind die Sportfreunde Stiller.

SPORTLICH, SPORTLICH: Rüdiger Linhof (von links), Florian Weber und Peter Brugger sind die Sportfreunde Stiller.© Matthias Balk

Musik

Sportfreunde Stiller: Neues Album aus der Ski-Hütte

Es gibt Bands, denen merkt man das Alter nicht an. Die Sportfreunde Stiller gehören dazu. Trotzdem stehen die Musiker inzwischen schon zwei Jahrzehnte lang auf der Bühne. Zur Feier des Tages gibt es ein neues Album.

Hannover. Es gab mal eine Zeit, da waren die Sportfreunde Stiller Newcomer, eine junge, neue Band. Unglaublich, dass das inzwischen schon 20 Jahre her sein soll. Ist es aber. Die Sportis feiern mit ihrem neuen Album „Sturm und Stille“, das morgen auf den Markt kommt, ihr 20-jähriges Bestehen. Die drei Musiker Peter Brugger, Rüdiger Linhof und Florian Weber sind inzwischen Anfang vierzig und haben schon einige Höhen und Tiefen hinter sich gebracht.

Eigentlich hatten die Jungs sich doch eine Auszeit vorgenommen, und trotzdem wieder eine neue Platte, offensichtlich halten sie es ohne einander nicht aus. Das findet auch Florian Weber, man habe eigentlich gar keine Unterbrechung machen wollen: „Wir haben nach dem Unplugged-Album diese sehr, sehr lange Pause gehabt, die uns etwas im Ungewissen ließ.“ Jeder habe da seine eigenen Vorstellungen gehabt, wie es weitergeht.

Und dann habe man sich doch geeinigt: „Dieses Mal haben wir vorausschauender geplant und haben festgelegt, dass es ein halbes Jahr nach der Tour wieder weitergeht, und einen Termin in einer Skihütte fixiert. Da kam dann keiner mehr raus.“

Die Jungs machen das Ganze ja nun schon eine Weile und nicht erst seit gestern. Hat sich an der Gruppendynamik irgendwas geändert? Rüdiger Linhof sieht das so: „An der grundsätzlichen Dynamik nicht. Aber man akzeptiert inzwischen eher, dass man unterschiedlich ist. Am Anfang tendierte man vielleicht noch dazu, den anderen davon zu überzeugen, ein anderer Mensch zu werden. Es ist eine große Erleichterung, dass wir inzwischen akzeptieren, dass jeder so ist, wie er ist. Das macht die Dinge entspannter und den Umgang cooler.“

Cool muss man auch bleiben, wenn man sich mit anderen Bands vergleicht. Auf dem neuen Album gibt es eine Hommage an Lemmy von Motörhead, an Keith Richards von den Rolling Stones und an Angus Young von AC/DC. Warum die drei? Das weiß Rüdiger Linhof: „Keith Richards und Lemmy sind einfach besondere Charaktere, die mein ganzes Leben irgendwie da waren.“

Bei Lemmy sei es gar nicht so gewesen, dass er ein Riesen-Fan der Musik war: „Aber ich fand ihn einfach saucool. Keith Richards ist einer der Könige des Rock-Olymps, und es ist nun mal so, dass wir alle irgendwann aussehen wie Keith Richards. Meine Oma hat es zumindest getan. Je eher man sich dessen bewusst wird, desto besser.“

Sportfreunde Stiller, das sind mittlerweile 20 Jahre gemeinsame Musik. Wird man da nicht allmählich müde? Okay, meint Peter Brugger: „Es gibt natürlich schon zähe Momente und Phasen, in denen es nicht leicht ist und ich mich frage, wo es hingehen soll. Wir haben ja inzwischen schon viele Lieder geschrieben und viel gesagt.“ Aber man sei dann eben dazu verpflichtet, sich weiterzuentwickeln. Außerdem: „Ich bin zum Beispiel nicht mehr so krass nervös, weil ich einfach auf eine gewisse Erfahrung zurückblicken kann.“

Und dann ist da ja noch die Sache mit den verbockten Konzerten, Fragen, die die Sportfeunde nicht so gern hören - aber immerhin freundlich beantworten. So schlimm sei das ja nicht gewesen, findet Rüdiger Linhof. „Das nimmt komischerweise jeder anders wahr. Ich bin schon kopfschüttelnd von der Bühne gegangen, während die anderen beiden es total geil fanden und gefeiert haben. Natürlich gibt es auch Konzerte, die objektiv verbockt sind ...“

Apropos Konzerte in Zeiten des Terrors, wie sehen das die Sportfreunde? Peter Brugger ist nicht sonderlich furchtsam: „Ich persönlich habe überhaupt keine Angst, dass etwas passieren könnte. Aber ich habe auch keine Angst vor einem Unfall, wenn ich Auto fahre.“ Und Linhof sieht das so: „Angst ist ein Gefühl, das Platz braucht in der Birne, und wenn man mit coolen Leuten auf einem coolen Festival ist, dann hat die Angst keinen Platz.“


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