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RHYTHMUS IM BLUT: Die Tanztruppe von „Soy de Cuba“ begeisterte das Publikum im Aegi.

Konzert

„Soy de Cuba“ inszeniert wunderschöne Tanzträume

Nicht nur die Schuhsohlen glühten, sondern auch die Hände des Publikums, die beim „Soy de Cuba“ zu Hochleistungsapplaus spendeten. Das kubanische Tanzmusical begeisterte die 1100 Zuschauer im ausverkauften Theater am Aegi mit einer leidenschaftlichen Performance.

Hannover. 14 fantastische Tänzer und Tänzerinnen präsentierten die feurigen Choreografien von Luis Alberto Moro Ronda, den alle nur Chino nennen, sowie von Dieser Serrano mit Präzision, Lockerheit und Gelenkigkeit.

Überzeugend auch die achtköpfige Live-Band, die mit Verve, Musikalität und Rhythmik die Kompositionen ihres Musikalischen Leiters und Pianisten Rembert Egues mit wunderbarer Leichtigkeit umsetzte: Original kubanische Klänge mit prima Gesängen von Sängerin Danais Menendez und Sänger Carlos Angel - Salsa, Mambo, Rumba, Cha-Cha-Cha und auch Streetdance und Reggaetón. Die tanz- freudige Truppe bot auch gute schauspielerische Leistungen.

,Ich komme aus Kuba!‘, so die Übersetzung des Tanzmusicals, erzählt die einfache, bekannte Geschichte von Ayala (Yanetsy Ayala Morejon), einer jungen Frau aus der Provinz, die es in die Hauptstadt Havanna zieht, um Tänzerin zu werden. Doch im Havanna Club - die Bar steht auf der Bühne - kann sie zunächst nur als Kellnerin anfangen. Sie sieht aber, wie Choreograf und Tänzer Mario (Dieser Serrano) und sein Tanzensemble mit der Tanzdiva und Marios Freundin Lola (Cheyla Castellon Jimenez) proben und auftreten. Sie lernt Schrittfolgen und Choreografien - und bekommt bald ihre Chance mitzutanzen. Mit Erfolg. Dann - na klar - verlieben sich Ayala und Mario ineinander. Ebenfalls klar: Lola ist eifersüchtig auf ihre Rivalin und intrigiert gegen sie. Ihren tänzerischen Wettstreit, etwa beim Lied „La Pistolera“, setzen beide gekonnt und spannungsvoll um.

Ein visueller und musikalischer Hochgenuss, den dieses erstklassige kubanische Ensemble zeigt. Tolle Soli der Musiker, so von Posaunistin Diana Osumy Sainz Mena und den Sängern. Super auch das filigrane Perkussionssolo mit Olfässern und Blecheimern von Deivys Rubarcaba Iznaga. Wie sagte Erzähler Olivier Andrys: „Man soll immer an seine Träume glauben.“ Und so mancher ist im Ensemble, der sich vielleicht ein wenig selbst spielt.

Bewertung: 4/5

VON CHRISTIAN SEIBT


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