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EIN EINZIGES MARKENZEICHEN: Udo Lindenberg mit Hut, Zigarre und Sonnenbrille.© Matthias Balk

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Konzert

So will Udo Lindenberg Hannover rocken

Es wird der doppelte Udo: Seit Wochen schon bereitet sich Udo Lindenberg vor Ort auf sein Stadionkonzert am Freitag in Hannover vor. Am Donnerstag gibt er sogar eine öffentliche Generalprobe - Hannover wird zur Panik-City.

Die Chancen, ihn jetzt schon zu sehen, stehen nicht schlecht: Zigarre rauchend vor Kastens Hotel Luisenhof, mit seinem Tourtross am und im Courtyard-Hotel, im Peppermint-Pavillon auf dem Expo-Gelände, wo er Studios zum Proben angemietet hatte, oder auch nachts beim Joggen um den Maschsee. Udo Lindenberg ist in der Stadt, und Hannover, die Hardrock-City, wird allmählich zur Panik-City.

Am Freitag spielt der legendäre Deutschrocker in der HDI-Arena - Auftakt zu seiner diesjährigen Stadiontour, die nur noch zwei weitere Stationen umfasst, Berlin (am 14. Juli) und Frankfurt (am 18. Juli). Sein „alter Freund Martin“ - also 96-Präsident Martin Kind - habe ihm das so vorgeschlagen, erzählte Lindenberg im November, als er vor Ort seine Pläne ankündigte.

Und als wäre das nicht schon genug Anlass für hannöversche Udo-Festspiele, hat sich der Panikrocker auch noch entschlossen, am Donnerstag eine öffentliche Generalprobe der kompletten Show im Stadion zu geben (NP berichtete). Deren Tickets sind nicht nur deutlich günstiger als beim echten Tourstart, sie geben dem Besucher auch die Chance zu sehen, wie eine aufwendige Show den allerletzten Schliff bekommt. „Es kann Unvorhersehbares geschehen“, so die Veranstalter.

Spektakulär wird es auf jeden Fall. Lindenberg hat sich von dem weltweit gefragten (Videoclip-)Regisseur Hannes Rossacher eine extrem ambitionierte Show auf den Leib schneidern lassen. Bei den vier Stadionkonzerten im vergangenen Jahr fuhr unter anderem ein Ozeandampfer auf die Bühne, tummelten sich dutzende Tänzer und Musiker unter den Scheinwerfern, und die selbsternannte Nachtigall hob im Stahlkäfig ab und flog über die Fans hinweg. Er habe versucht, „Udos Universum auf die Bühne zu bringen, nur in Stadiongröße“, sagte Rossacher.

Dafür wird seit Wochen geprobt, nicht nur musikalisch im Peppermint Park, sondern bis vergangene Woche auch in der Swiss-Life-Hall und seit dem Wochenende im Stadion selbst. Es lohnt sich also weiterhin, die Augen nach Udo offen zu halten - keine Panik.

Für beide Tage gibt es noch Karten. Die für Donnerstag kosten 31,50 bis 46,50 Euro, die für Freitag 64 bis 88,50 Euro. Es gibt sie an den bekannten Stellen wie dem NP-Ticket-Shop an der Langen Laube. Beginn der großen Panik-Party ist jeweils um 20 Uhr. Der Einlass beginnt um 17.30 Uhr.

So gehts hin

Voll wird es werden, an beiden Tagen, in denen Udo Lindenberg in der HDI-Arena auftritt. Mehr noch als bei sonstigen Stadionkonzerten sollten Besucher auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen: Wegen des Schützenfestes steht nicht nur der Schützenplatz nicht als Parkplatz zur Verfügung; die Verkehrslage ist auch zusätzlich verschärft. Tickets gelten auch als Fahrkarten, und zwar ab drei Stunden vor Konzertbeginn und bis zu drei Stunden nach dessen Ende.

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Wenn Udo Lindenberg zur großen Panik-Party rief, waren schon immer Stargäste Pflicht. An beiden Abenden in der HDI-Arena ist Josephin Busch dabei – seit Beginn ist die Berlinerin „Das Mädchen aus Ostberlin“ in dem Lindenberg-Musical „Hinterm Horizont“. Am Freitag wird es richtig prominent: Popschwärmer Clueso, Näselrapper Jan Delay und der ewige Ostfriese Otto Waalkes kommen – und vielleicht noch der eine oder andere Überraschungsgast.

Das trinkt man

Die ganz große Hitzewelle ist vorbei. Für Donnerstag und Freitag sind angenehme Temperaturen um 20 Grad bei bewölktem Himmel angesagt. Richtig heiß wird es also vor allem auf der Bühne. Niemand muss dursten. Wie bei solchen Veranstaltungen üblich, darf man – mit gewissen Einschränkungen – nichtalkoholische Getränke mit ins Stadion nehmen: bis zu einem halben Liter und entweder in Tetra-Paks oder unverschlossenen Pet-Flaschen.

So hebt Udo ab

„Früher“, erzählt Udo Lindenberg, „habe ich immer gedacht, ein Stadion sei zu anonym – also brauchte ich ein Fluggerät, um zu jedem einzelnen Fan zu kommen.“ Da lässt sich doch etwas machen: Der Panikrocker wird also auf einer Art heißem Stuhl durch das Stadion schweben, um alle seine Fans zu erreichen. Sein Regisseur Hannes Rossacher findet: „Intimität – das ist die Magie des Entertainers Udo Lindenberg.“


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