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Siegfried Neuenhausen: Bewährungsfrist für eine konsumkritische Skulptur

Plastik von Siegfried Neuenhausen schmückt alten Hainhölzer Bahnhof

Da steht sie also nun und wirkt wie ein Torbogen an der frisch geweißten Fassade des alten Hainhölzer Bahnhofs neben der Unterführung zur Nordstadt: die heftig umstrittene Skulptur des Hainhölzer Künstlers Siegfried Neuenhausen (84), bestehend aus zwei Einkaufswagen, auf denen im Halbkreis 24 rote, ausrangierte Einkaufskörbe aus einem Baumarkt aufliegen. Gut vier Meter hoch und sieben Meter breit ist sie, mittendrin ziert sie, hochgradig konsumkritisch, ein spöttischer Kaufanreiz: „0 % auf Alles“.

Wichtig für den Kunstprofessor, der den benachteiligten Stadtteil mit mehreren Kunstwerken geschmückt hat: „Das ist eine Skulptur auf Zeit“, er weist mehrfach auf eine Bewährungsfrist hin, „wenn sie unansehnlich geworden ist oder gar nicht gefällt, baut man sie wieder ab, in zwei, drei oder zehn Jahren.“

Dazu muss man wissen, dass Neuenhausens Werk, gedacht als Beitrag zum Kultursommer Hainholz, ordentlich Staub aufgewirbelt hat. Sowohl das Stadtteilforum als auch die Sanierungskommission hatten Einwände gegen das Projekt, fanden es zu provokant oder unpassend, lehnten jedenfalls jede finanzielle Unterstützung ab. Doch Neuenhausen fand andere Sponsoren, vermeidet aber billigen Triumph: „Nach und nach wird, so hoffe ich jedenfalls, das Neue und Ungewohnte zum Vertrauten. Das beste Beispiel dafür sind die Nanas. So geht ästhetische Bildung.“


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