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Frank Witzel: Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969.

Frank Witzel: Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969. © Arne Dedert

Literatur

Sechs Romane konkurrieren um den Deutschen Buchpreis

Flüchtlingsschicksale und familiäre Fluchtwege: Sechs sehr unterschiedliche Romane stehen im Finale um den Deutschen Buchpreis.

Frankfurt/Main. Für das Finale beim Deutschen Buchpreis hat die Jury in Frankfurt sechs Titel nominiert.

Auf der Shortlist zur Kür des besten deutschsprachigen Roman des Jahres stehen folgende Autoren: Jenny Erpenbeck ("Gehen, ging, gegangen"), Rolf Lappert ("Über den Winter"), Inger-Maria Mahlke ("Wie Ihr wollt"), Ulrich Peltzer ("Das bessere Leben"), Monique Schwitter ("Eins im Andern") und Frank Witzel ("Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969"). Der Sieger wird am 12. Oktober in Frankfurt bekanntgegeben.

Die ausgewählten Titel hielten der Gegenwart mit großer sprachlicher Finesse einen "erhellenden Spiegel" vor, sagte Jury-Sprecherin Claudia Kramatschek bei der Bekanntgabe der Shortlist im September. Es gehe in den sechs Romanen um "familiäre Fluchtwege und interkontinentale Flüchtlingsschicksale, einstige ideologische Kämpfe und der melancholische Abschied von solchen, Varianten männlicher Liebe und weiblichen Ringens mit der Macht".

Der Deutsche Buchpreis, 2005 erstmals vergeben, gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche. Dem Sieger winkt neben 25 000 Euro in der Regel auch ein Platz auf der Bestsellerliste. Im vergangenen Jahr gewann Lutz Seiler den Preis für seinen auf Hiddensee spielenden DDR-Aussteigerroman "Kruso". Der Preis wird traditionell am Vorabend der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben und zugleich überreicht.

dpa


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