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Abschiedstour

Scorpions präsentieren exklusiv in Hannover neues Album

Das letzte Kapitel beginnt: Am Montag starten die Scorpions ihre Abschiedstour, Freitag erscheint das Album „Sting in the Tail“. Ein letztes Konzert in Hannover „würde Sinn machen“ sagten sie der NP beim Treff im Peppermint-Park.

Wollens noch mal wissen: Rudolf Schenker, James Kottak, Klaus Meine, Matthias Jabs und Pavel Maciwoda (von links).

© Wilde
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Von Matthias Halbig

Hannover. Das Album-Cover kann man schon mal sehen – ein Scorpions-S ist es, eins mit Stachel, in Stein gehauen, darunter ein gekrönter Totenkopf und Rosenranken. „Eine Grabtafel“ entfährts dem Schreiber, nicht so superschlau, weil er ja weiß, dass die Band ihr Ende angekündigt hat. „Jaaaa, da sind wir gemeinsam über den Friedhof gezogen“, sagt Matthias Jabs, „und haben uns nach einem Motiv umge...“ Dann grinst er. „Die Idee hatte ich schon länger“, wirft Rudolf Schenker ein und lacht, „es passt jetzt eher zufällig alles zusammen.“ Die alternativen Cover-Pläne mit verwüstetem Hotelzimmer hättens nicht so gebracht.

Erste Session. Das neue Werk braust im Peppermint-Park an einem vorüber. Verwischter Eindruck: Ein Porsche! Gute Melodien, fetter Klang. Viel klassischer Scorps-Sound, Wurzeln, Wurzeln, Wurzeln. Strahlender Gesang, krachende und singende Gitarren, dick Druck von der Rhythmussektion. Die 80er Jahre – wären sie noch am Leben – wären Hals über Kopf verliebt in dieses Album. „Unsere schwedischen Produzenten haben die Scor­pions-DNA wieder rausgekitzelt“, sagt Klaus Meine stolz.

Die Rock-’n’-Roll-Skorpione nahen sich also gezückten Stachels. Montag geht die „Get your Sting and Blackout“-Tour in Prag los, dann folgt Moskau, TV-Auftritt in Paris, „Wetten, dass...?“ in Salzburg, Belgien, dann Werbungswochen in den USA. „Die Koffer sind noch nicht gepackt“, seufzt Klaus Meine. Und Matthias Jabs war in den letzten Wochen gefühlt nur ein paar Stunden zu Hause. „Normales Leben entfällt. Hamburg. Berlin. München. Hannover. Im Schneechaos bin ich die Autobahn langgerutscht. Ich mag glatte Untergründe, aber die Abfahrt Mellendorf, bei der ich runter muss, die war das schiere Eis.“

Promotion ohne Punkt und Komma ist derzeit angesagt. Jabs nickt: „Die Telefoninterviews in München gingen stundenrund, von Korea bis Brasilien, viele schlechte Verbindungen, da gabs kein Essen, gar nichts.“ „Die waren so getaktet, dass du nicht mal Zeit hattest für nen Piss“, feixt Schenker. „Die Anja von Sony“, schließt Jabs, „hatte nicht bedacht, dass wir Menschen sind, die auch mal müssen.“

Manches ließ sich zu Hause erledigen, die Japaner wurden am hannoverschen Flughafen bedient, mit dem russischen Fernsehen zogen die Scorps durch die Stadt. Die Russen fanden viel Gefallen am Aegi und am Neuen Rathaus. „20 Millionen Leute haben den Film gesehen“, freut sich Schenker.“ „Das ist richtig Werbung für Hannover“, ergänzt Jabs. Nein, nervös sind sie nicht so kurz vorm Aufschlagen des letzten Kapitels. „Gar keine Zeit dafür“, sagt Klaus Meine.

Auf das Hannover-Konzert am 1. Juni freuen sie sich. „Das ist etwas Besonderes“, sagt Meine. Und das allerletzte Konzert? „Es würde doch Sinn machen, dort aufzuhören, wo alles angefangen hat“, findet Jabs. Grande Finale in Hannover? „Das wäre gut“, nickt auch Schenker, „und wir laden die ganze Welt hierher ein.“

Und danach: „Wird sich ergeben“, sagt Schenker, „fragt mich doch neulich wer: ,Willste die Dakar-Rallye mitmachen?’ Ich denke, das wäre gut. Gibt doch reichlich Dinge, mit denen unser Leben ein Abenteuer bleibt.“

Das Album-Cover kann man schon mal sehen – ein Scorpions-S ist es, eins mit Stachel, in Stein gehauen, darunter ein gekrönter Totenkopf und Rosenranken. „Eine Grabtafel“ entfährts dem Schreiber, nicht so superschlau, weil er ja weiß, dass die Band ihr Ende angekündigt hat. „Jaaaa, da sind wir gemeinsam über denFriedhof gezogen“, sagt Matthias Jabs, „und haben uns nach einem Motiv umge...“ Dann grinst er. „Die Idee hatte ich schon länger“, wirft Rudolf Schenker ein und lacht, „es passt jetzt eher zufällig alles zusammen.“ Die alternativen Cover-Pläne mit verwüstetem Hotelzimmer hättens nicht so gebracht.


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