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© NANCY HEUSEL

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Flüchtlingsdrama

Scorpions hoffen auf „Wind der Veränderung“

Klaus Meine, Sänger der international erfolgreichen hannoverschen Rockband Scorpions ("Wind of Change") hofft angesichts des Flüchtlingsdramas auf einen "Wind der Veränderung". "Wie können wir mit einer gemeinsamen Politik all diese Menschen auffangen, die unsere Hilfe brauchen?", sagte er im Gespräch mit der NP.

Hannover. „Man kann nur hoffen, dass der Wind der Veränderung bald wieder in die andere Richtung weht, in eine gemeinsame Zukunft“, sagt Klaus Meine, Sänger der Scorpions („Wind of Change“), im Gespräch mit der NP über die derzeitige politische und gesellschaftliche Situation in Europa: Wo soll diese Rückwärtsgewandheit, wie wir sie jetzt haben, hinführen?“

„Man hat im Moment das Gefühl, dass an gar zu vielen Schauplätzen das Rad der Zeit zurückgedreht wird. Was wir meinten, an Freiheit, an Offenheit, an Menschlichkeit gewonnen zu haben, droht wieder verloren zu gehen. Auch die Idee vom Vereinten Europa“, so Meine weiter: „Die Griechenland-Krise war schon schwierig genug für Europa, aber die Flüchtlingskrise ist die entscheidende Frage: Wie kann Europa das behandeln und eben nicht nur Deutschland? Wie können wir mit einer gemeinsamen Politik all diese Menschen auffangen, die unsere Hilfe brauchen?“

Sein Kollege Matthias Jabs, Gitarrist der weltweit erfolgreichen Band, die derzeit mit einer Welttournee ihr 50-jähriges Bestehen feiert, sekundiert: „Ich habe neulich einen Vergleich gesehen. Da zeigte man Flüchtlinge aus der DDR und dann Flüchtlinge heute, die von denen verfolgt werden. Dazwischen liegen 25 Jahre; das hätte man auch nicht erwartet. Wir als Scorpions haben eine besondere Perspektive, weil wir selber zu 90 Prozent unserer Zeit Ausländer sind, wenn wir in der ganzen Welt für unsere Konzerte unterwegs sind. Aber man kann nur jedem dazu raten, doch noch einmal über die Situation nachzudenken. Es geht hier um den Menschen.“

Meine knüpft daran an. Er sagt: „Wir haben die Menschen aus der DDR damals mit offenen Armen empfangen. Und genau so müssen wir auch mit Flüchtlingen, die das Schlimmste gesehen und erlebt haben, umgehen. Die Dinge gesehen haben, die wir uns gar nicht vorstellen können, hier müssen wir helfen. Wir müssen die Tür aufmachen - aber letztendlich können wir Deutsche das auch nicht alleine ohne der Unterstützung der anderen europäischen Ländern auf unseren Schultern tragen. Das ist historisch die erste wirklich große Bewährungsprobe für die EU.“


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