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Thomas Hengelbrock dirigierte das Elbphilharmonie Orchester.

Thomas Hengelbrock dirigierte das Elbphilharmonie Orchester. © Markus Scholz

Musik

Schleswig-Holstein Musik Festival gestartet

In schwierigen Zeiten setzt das Schleswig-Holstein Musik Festival ein Zeichen für Einigkeit und Stabilität, sagt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Werk Joseph Haydns.

Lübeck. Mit einem kontrastreichen Konzert ist am Sonntag in Lübeck das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) eröffnet worden. Das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock spielte Werke von Joseph Haydn und Béla Bártók.

Das Publikum in der Musik- und Kongresshalle bedachte die Musiker und vor allem die Solistin des Abends, die französische Mezzosopranistin Marianne Crebassa, mit stürmischem Applaus.

"Ein tolles internationales Musikfestival liegt vor uns", sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) in seiner Eröffnungsrede. "Gerade in schwierigen Zeiten für die internationale Gemeinschaft, in Zeiten, die mehr Einigkeit und Stabilität erfordern, setzt das Schleswig-Holstein Musik Festival ein klares Zeichen", sagte der Regierungschef weiter. Denn Musik kenne keine Grenzen und habe nur eine Sprache, sagte er. 

Bereits am Samstagabend hatte in der Musik- und Kongresshalle ein Vorkonzert mit identischem Programm stattgefunden. Bis zum 28. August stehen 178 Konzerte in 104 Spielstätten auf dem Programm des vor 30 Jahren gegründeten Festivals. Neben Klassik mit hochkarätigen Orchestern, Dirigenten und Solisten stehen auch Fado, Irish Folk, Chansons, Blasmusik und elektronischen Beats auf dem dem Programm. 

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr Joseph Haydn (1732-1809). Rund 100 Konzerte befassen sich mit dem Werk des österreichischen Komponisten, der als Hauptvertreter der Wiener Klassik gilt. In rund 100 Konzerten setzen sich zahlreiche Künstler mit dem "Erfinder" der Sinfonie und des Streichquartetts und seinem facettenreichen Schaffen auseinander. Neben Haydns Sinfonien stehen auch Kammermusik, Orgelwerke, Arien und Haydns Oratorien "Die Jahreszeiten" und "Die Schöpfung"  auf dem Festival-Programm.  

Das diesjährige Künstlerporträt ist dem Pianisten Sir András Schiff gewidmet. Der gebürtige Ungar mit britischer und österreichischer Staatsangehörigkeit hat zehn Konzerte nach eigenen Vorstellungen konzipiert. Darunter sind auch drei mit Musik von "Papa Haydn", wie der Komponist von seinen Zeitgenossen genannt wurde.

Zu einem der Markenzeichen des SHMF hat sich die Reihe "Luustern" mit Musik abseits der Klassik entwickelt. Unter diesem Label sind in diesem Jahr unter anderem die französische Chanson-Queen Zaz und Mariza, die "Königin des Fado" zu hören. Auch Gruppen wie die A-cappella-Formationen Basta und The Real Group, das "GlasBlasSing"-Quartett und der Jazzposaunist Nils Landgren mit 80 jungen Posaunisten werden Konzerte geben. 

Das Festival habe sich in den 30 Jahren seines Bestehens zwar verändert, sagte SHMF-Intendant Christian Kuhnt. Doch die Grundidee, die Musik zu den Menschen zu bringen, sei noch immer  aktuell, betonte er. "Das Festival hat da an Kraft nichts verloren."

dpa


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