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KUMPELTYP MIT KARRIERE: Robbie Williams ist nicht zufällig Superstar – seine Stimme ist super, seine Show sowieso.© dpa

Open Air

Robbie Williams in Hannover: Charisma auf Stadion-Niveau

Depeche Mode, Guns’N Roses, Coldplay – und am Dienstagabend Robbie Williams: Der britische Superstar, ein Charismatiker und Kumpeltyp, beschließt in der HDI-Arena einen hannoverschen Konzertsommer der Extraklasse.

Hannover. Es sind diese Momente, für die ihn Fans lieben. Im Juni stand Robbie Williams beim ersten Deutschland-Konzert seiner Europa-Tournee in Dresden auf der Bühne. Eine Frau hielt ein Schild hoch, der Brite möge doch bitte ihre „small tits“ signieren, ihre kleinen Brüste. Ganz der verantwortungsvolle Superstar, folgte er der Aufforderung, seine Zuneigung der weiblichen Bevölkerung gegenüber hat der auch schon 43-Jährige ja nie verheimlicht. Und seine Zuneigung dem Publikum gegenüber, die auch nicht.

Dienstag werden mehr als 43 000 Menschen in der HDI-Arena genau auf solche Momente hoffen, auf diese Überraschungen, die nicht in der Setlist stehen. Klar, das Gerüst steht, kein Popkonzert auf großer Bühne ist heutzutage nicht in irgendeiner Form durchchoreografiert. Aber bei Williams’ bis heute letztem Gastspiel in Hannover hatte der Künstler sicher auch nicht geplant, in Tränen auszubrechen – damals hatte ein Mädchen ein Schild hochgehalten, auf dem es vom Tod seiner Eltern und der Bedeutung der Musik für sich schrieb. Williams las es, Williams weinte. Ein großer Sänger mit Herz.

Abzusehen war das alles am Anfang nicht. 1990 gründete sich eine Boygroup na­mens Take That, die Mitte der 90er junge Frauen in vollständige Ekstase versetzte. Der Auftritt war glattpoliert, Williams litt. Er verließ die vier anderen und begann ei­ne Solokarriere – und nahm Drogen, soff, hatte Affären. Das erste Album „Life through a Lens“ lief verhalten an. Drei Singles liefen mäßig. Dann kam „Angels“. Danach „Let me Entertain you“, und die Sache war geritzt – zumindest musikalisch.

Denn abgesehen von einem Händchen für große Popsongs hatte Williams auch etwas, das man nicht kaufen kann: eine irre Bühnenpräsenz, eine Ausstrahlung, die selbst in einem Stadion noch den letzten Sitzplatz erreicht. Mal Glamour, mal Kumpelei. Der Robbie, mit dem könnte man sicher ein Bier trinken, nachdem er – so viel sei verraten – auch Dienstagabend wieder alle wichtigen Hits und ein paar neue Songs von „The Heavy Entertainment Show“ gesungen hat. Einzig: Anders als früher würde er wohl irgendwann ins Bett wollen. Williams ist jetzt Vater. Trotzdem: Mal sehen, was er in Hannover alles signiert ...

Sicherheitskontrollen - früh anreisen!

Es ist der Abschluss eines grandiosen Open-Air-Sommers: Robbie Williams tritt am Dienstag in der HDI-Arena auf. Um 16 Uhr beginnt der Einlass, um 19 Uhr tritt die Vorband Erasure („Al­ways“, „Sometimes“) auf – quasi zur Primetime, nämlich um 20.15 Uhr beehrt dann der Brite die Hannoveraner. Voraussichtlich bis 23 Uhr soll das Spektakel dauern. Wer sich kurzfristig entschließt: Es gibt in fast allen Kategorien noch wenige Restkarten, an der Abendkasse legen Fans pro Ticket ab 84 Euro hin.

Hannover Concerts empfiehlt, mit Bus und Bahn anzureisen – der Schützenplatz entfällt wegen des Festabbaus als Stellfläche, auch sonst ist es eng für Autos. Fahrradfahrer bekommen wieder einen Abstellbereich vor dem Stadion ausgewiesen.

Wegen der diversen Terroranschläge sind die Sicherheitsbestimmungen umfassend – es empfiehlt sich, für den Einlass Zeit mitzubringen.

Sebastian Scherer


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