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Modelle der ausgewählten Vorschläge des Ideenwettbewerbes für ein neues Museum der Moderne.

Modelle der ausgewählten Vorschläge des Ideenwettbewerbes für ein neues Museum der Moderne. © Paul Zinken

Museen

Riegel und Quader: Erste Entwürfe für Museum der Moderne

"Auf dieses Bauvorhaben schaut die ganze Welt", so formuliert es Deutschlands oberste Kulturchefin. Jetzt liegen die ersten Ideen für das neue Museum der Moderne in Berlin vor.

Berlin. Für das in Berlin geplante Museum der Moderne sind in einer ersten Runde zehn Entwürfe als Gewinner gekürt worden.

Zu den Vorschlägen gehören so unterschiedliche Ideen wie ein strenger, klassischer Riegelbau, ein fröhlicher Haufen verschieden großer Quader und ein lichtes, L-förmiges Glasgebäude. Die verantwortlichen Büros können an dem entscheidenden Realisierungswettbewerb teilnehmen, der Mitte des Jahres starten soll.

"Wir können zuversichtlich sein, dass wir fantasievolle Entwürfe bekommen, die sowohl städtebaulich wie auch funktional überzeugen", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Freitag bei der Vorstellung der ersten Ergebnisse in Berlin. Die Namen der Preisträger wurden nicht genannt, um die Anonymität für den abschließenden Wettbewerb zu wahren.

An dem Ideenwettbewerb hatten sich 460 Architekten aus dem In- und Ausland beteiligt. Das Museum soll 2021 eröffnen und die Kunst des 20. Jahrhunderts zeigen. Der Bund hat 200 Millionen Euro für den Bau zugesagt.

Das Projekt gilt als besonders ambitioniert, weil es zwischen zwei Ikonen der Architekturgeschichte entstehen soll - der Neuen Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe und der Berliner Philharmonie von Hans Scharoun. Um den Standort hatte es ein langes Hickhack gegeben.

"Dass wir nur zehn Entwürfe ausgewählt haben, zeigt die Schwierigkeit dieser Aufgabe", sagte der Stuttgarter Architekt Arno Lederer als Vorsitzender der Jury. Museen-Generaldirektor Michael Eissenhauer zeigte sich zuversichtlich, dass mit dem Neubau auch die "Aufenthaltsqualität" an dem bisher eher öden Kulturforum steigt.

An ihm sollen insgesamt bis zu 60 Büros teilnehmen - neben den zehn jetzigen Siegern rund ein Dutzend geladene Architekten sowie weitere aus einem internationalen Bewerbungsverfahren. "Ende des Jahres wissen wir, wer was dort bauen wird", sagte der Präsident der verantwortlichen Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger.

Vom 26. Februar bis 13. März sind die bisher eingereichten 460 Entwürfe - einschließlich der zehn Gewinner - in einer Sonderausstellung im Kulturforum zu sehen.

dpa


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