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Daniel Barenboim und die Berliner Staatskapelle sorgten für musikalische Untermalung des Richtfestes.

Daniel Barenboim und die Berliner Staatskapelle sorgten für musikalische Untermalung des Richtfestes. © Stephanie Pilick

Museen

Richtfest für Berliner Schloss - Bau im Plan

Halbzeit beim Berliner Schloss: Zwei Jahre nach dem Beginn der Arbeiten ist dem Nachbau der Hohenzollern-Residenz die Richtkrone aufgesetzt worden. Das Stadtbild der Berliner Mitte komme damit allmählich wieder ins Gleichgewicht, sagte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) bei der Feier am Freitag.

Berlin. Bauarbeiter setzten den Richtkranz auf die Kuppel des Rohbaus. Das Schloss soll von Ende 2019 an mit dem Namen Humboldtforum ein Kunst- und Kulturzentrum werden.

Das größte deutsche Kulturbau sei im Kosten- und Terminplan, sagte Hendricks. Für 590 Millionen Euro entsteht ein neues Museum mit einer barocken Originalfassade an drei Seiten. Im Humboldtforum sollen unter anderem die außereuropäischen Sammlungen der Berliner Museen unterkommen.

Das nach den Forschern Wilhelm und Alexander Humboldt benannte Zentrum solle einen Schlüssel zum Verständnis der Welt bieten, sagte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger. Dabei solle auch Deutschlands Rolle als Kolonialmacht zur Sprache kommen. Vor der Baustelle protestierte eine Gruppe von Demonstranten gegen das Humboldtforum und nannte es ein "kolonialistisches Projekt".

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) verteidigte seinen Vorschlag, Berlin in einem eigenen Ausstellungsteil zu präsentieren. Die Stadtgeschichte sei eng mit der Weltgeschichte verbunden und von den Migrationsströmen geprägt. "Es geht nicht um ein Heimatmuseum", betonte Müller. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte, das Humboldtforum werde Berlins Tor zur Welt.

2007 hatte der Bundestag beschlossen, das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte und von der DDR gesprengte Schloss mit drei historischen Fassaden wieder aufzubauen. Mit der Rekonstruktion der einstigen Preußen-Residenz wurde der Italiener Franco Stella nach einem Architekten-Wettbewerb beauftragt. Den Großteil der Kosten trägt der Bund. Von der Gesamtsumme für das Schloss müssen 80 Millionen Euro für die barocken Fassaden sowie zusätzlich 25 Millionen Euro für die Kuppel und die vier Portale durch Spenden hereinkommen.

dpa


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