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Feiern im Capitol: DSDS-Stars.© Behrens

Konzert

RTL-Superstars singen für 500 Fans im Capitol

„Nur noch kurz die Welt retten“. Ja, das wäre schön, wenn die „Top 6“ der diesjährigen DSDS-Staffel Superkräfte hätten. Gewinner Prince Damien sieht schon mal aus wie ein Comic-Held: Metall-Sterne an den Augenbrauen, markanter Irokesenschnitt, die ausgefallene Jacken-Designs.

Hannover. Die vielen kleinen Mädchen im Capitol kreischen wie auf Kommando und schaukeln sich gegenseitig hoch, schon beim ersten Duett von der blonden Laura van den Elzen und Mark Hoffmann mit der Popper-Tolle. Die Stimmung ist gut, die Kids feiern, die Erwachsenen chillen am Rand, den Nachwuchs gut im Auge.

Nur Rastamann Thomas Katrozan wirkt dabei etwas freudlos. So recht passt er auch nicht ins DSDS-Schema hinein: Die wadenlangen, blonden Dreadlocks, die Hippie-Klamotten – einzigartig wie der ganze Typ.

Die 500 kleinen und großen Fans bestaunen während der Umziehpausen die Einspieler aus den TV-Shows. Immer am Start: Dieter Bohlen und seine Juroren. „Wenn das Liebe ist“ singt die hübsche Anita im Cocktail-Kleid; sie weiß: „Ohne euch hätte ich das nicht geschafft!“ Der großzügige Dank an die Fans ist Pflicht. Igor Barbosa, im weißen Rapper-Outfit, ist für einige der heimliche Gewinner der letzten Staffel, er singt „Alles brennt“ von Johannes Oerding. Während die Smartphones filmen und die Augen der Fans strahlen, klatscht Igor die Hände in den vorderen Reihen ab.

Thomas folgt ihm mit dem Reggae-Klassiker „No Woman, No Cry“ und einem bunten Wanderstock in der Hand. Egal ob Pur-Pfeife oder Rasta-Keule, damit können die Jüngeren nicht soviel anfangen. Thomas hängt sich stimmlich voll rein, auch er springt in den Foto-Graben, noch dichter ran ans Gekreische. „König von Deutschland“, ist auch aus einer anderen Zeit. Mit der Zeile „schicker als der Schmidt und dicker als der Strauß“ ist der Reiser-Song ein echter Oldie. Genauso wie „Proud Mary“, „Black Velvet“ und „Jolene“. Das hier ist ein Cover-Song-Abend!

Die kompetente, siebenköpfige Band, kann sich zu Bonnie Tylers „Total Eclipse of the Heart“ ausspielen, der beste Song des über zweieinhalbstündigen Konzertes. Alle rocken Justin Biebers „Love Yourself“. Und dann: „Habt ihr Lust auf Schlager?“ Es gibt kein Entrinnen: „Er gehört zu mir“, „Über den Wolken“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“.

Die eigenen Stücke von Prince Damien sind ziemlich eintönig: „Süßes Ding“ und „Glücksmoment“, mit der inzwischen schon berüchtigten Liedzeile „Mein Herz schlägt lauter als ein Megafon“, geschrieben von Dieter Bohlen. Das Band-Selfie von der Bühne aus lockt dann nochmal alle Anhänger nach vorne und die Hände in die Höhe. Viel Freude.

Kai Schiering


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