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Auszeichnung

Praetorius-Preis für Star-Bariton Thomas Quasthoff

Star-Bariton Thomas Quasthoff (50) hat Auszeichnungen ohne Ende, darunter drei Grammies. Jetzt kommt ein weiterer Preis dazu: Das Land Niedersachsen ehrt den aus Hildesheim stammenden Künstler mit dem Praetorius-Musikpreis für seine herausragende künstlerische Leistung.
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Star-Bariton Thomas Quasthoff

Star-Bariton Thomas Quasthoff

© Jana Striewe (Archivbild)

Der Praetorius Musikpreis Niedersachsen geht in diesem Jahr an Thomas Quasthoff. Der in Hildesheim geborene Bassbariton wird für seine herausragende künstlerische Leistung geehrt, wie das Ministerium für Wissenschaft und Kultur am Mittwoch mitteilte. Der 50-Jährige sei eine der „bemerkenswertesten Sängerpersönlichkeiten unserer Zeit“ und breche „spielend leicht die Grenzen zwischen ernster und unterhaltender Musik“ auf, begründete die Jury ihre Entscheidung für den vielfach ausgezeichneten Klassikstar, der auch mit populären Jazzmusikern wie Till Brönner zusammengearbeitet hat. Außerdem würdigte sie Quasthoffs Einsatz für den musikalischen Nachwuchs. Die Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert und ist eine von insgesamt sechs Kategorien, in denen der Praetorius Musikpreis vergeben wird.

Der internationale Friedenspreis ist wie der Hauptpreis mit 10 000 Euro ausgestattet. In diesem Jahr ist der katalanische Gambist Jordi Savall der Preisträger. Der Spezialist für Alte Musik wird für seine Beschäftigung mit den Musikkulturen im Schnittpunkt christlicher, jüdischer und islamischer Tradition vergeben. Mit seinem Ensemble Hesperion XXI. hatte Savall in den vergangenen Jahren viel beachtete und auch auf CD veröffentlichte Programme erarbeitet, die um die Städte Jerusalem und Istanbul kreisten.

Der 72-jährige Jazzmusiker Gunter Hampel bekommt den mit 8000 Euro dotierten Musikinnovationspreis. Der in Göttingen und New York lebende Saxofonist und Flötist war in den fünfziger Jahren ein Pionier des Free Jazz in Europa und wurde dafür bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem auch 1997 mit dem Niedersächsischen Staatspreis. Die neue Ehrung zielt vor allem auf Hampels Arbeit mit jungen Musikern und Tänzern, mit denen er regelmäßig Projekte für Schüler und Jugendliche erarbeitet.

Ebenfalls 8000 Euro erhält Charlotte Seither, die mit dem Kompositionspreis geehrt wird. Die 45-Jährige, die unter anderem Werke für die Berliner Philharmoniker, die Oper Bonn und das Frankfurter Ensemble Modern geschrieben hat, ist auch als Wissenschaftlerin aktiv. Zurzeit lehrt sie an der Hochschule für Künste in Bremen.

Für Ania Vergry, hannoversche Sopranistin mit Mädchenchorvergangenheit und einem Solistenvertrag an der hiesigen Staatsoper, kommt der Förderpreis streng genommen zu spät: Die Sängerin hat ihre Karriere schon längst erfolgreich gestartet. Weitere mit je 5000 Euro dotierte Förderpreise gehen an die Oboistin Maria Sournatcheva und das bei „Jugend musiziert“ bewährte Jazzensemble News from the North. Eine Popband ist in diesem Jahr nicht unter den Preisträgern.

In der Kategorie ehrenamtliches Engegement werden die Internationalen Musiktage in Freden ausgezeichnet. Unter der künstlerischen Leitung von Utz Köster fördere das Festival seit seiner Gründung vor 19 Jahren junge Musiker, begründete die Jury die Entscheidung. Die öffentliche Preisverleihung ist am 13. November im Schauspielhaus Hannover.

Stefan Arndt


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