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Einen Überblick über das Werk von Sarah Moon kann man sich in den Hamburger Deichtorhallen verschaffen.

Einen Überblick über das Werk von Sarah Moon kann man sich in den Hamburger Deichtorhallen verschaffen. © Axel Heimken

Ausstellungen

"Now And Then": Sarah Moon in Hamburg

Eigentlich hatten die Kuratoren der neuen Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen den Titel "Sarah Moon - Retrospektive" für ihre Schau im Kopf. Schließlich soll es die erste wirklich umfassende Werkschau sein. Doch die Künstlerin war dagegen: "Ich bin nicht tot."

Hamburg. Das Gesamtwerk der Fotografin und Filmemacherin Sarah Moon wird in den Hamburger Deichtorhallen erstmals als retrospektive Schau präsentiert.

Ob frühe Modefotografien oder aktuelle Abbildungen des Hamburger Hafens, Polaroids oder bislang nie gezeigte Filmskizzenbücher - rund 350 Exponate sind vom 27. November bis zum 21. Februar 2016 im Haus der Photographie zu sehen.

Die Französin Moon (74) arbeitete als Mannequin, bevor sie sich Ende der 60er Jahre der Fotografie widmete. "In den 70er Jahren avancierte sie zu einer der ganz großen Modefotografinnen dieses Jahrzehnts", betonte Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow. "Sie schuf ihren ganz eigenen, unverwechselbaren fotografischen Stil", sagte er.

Moon lieferte Kampagnenbilder für Häuser wie Cacharel, Dior, Chanel, Comme des Garçons, Issey Miyake und Valentino. Als Fotografin übernahm sie Modestrecken für namhafte Magazine und wurde die erste Frau, die für den Pirelli-Kalender (1972) fotografieren durfte.

Bei oft zurückgenommener Bildschärfe wirkten Moons Bilder in Schwarz-Weiß oder blassen Farben wie aufscheinende oder verblassende Erinnerungen, betonten die Initiatoren. Die von zeitloser Schönheit geprägten Werke lockten den Betrachter in ein Reich der Träume, Mythen und Märchen. "Sehr träumerisch im Ausdruck, aber niemals nostalgisch", sagte Luckow.

Porträts und Blumen-Stillleben gehören ebenso zu den Motiven der in England und Frankreich aufgewachsenen Künstlerin wie Stadt- und Landansichten. Im Fokus der Ausstellung steht aber ebenso Moons filmisches Werk, dem sie sich seit Mitte der 80er Jahre widmet. Sie drehte Kurz- und Dokumentarfilme sowie den Spielfilm "Mississippi One" (1991). Das Zentrum der Schau bilden fünf Kurzfilme: Filmsequenzen in Verbindung mit Fotografien.

Moon selbst wählte den Titel für die Schau aus: "Now And Then". "Now" stehe für die Gegenwart und "Then" bedeute sowohl Vergangenheit als auch Zukunft, sagte sie. Eigentlich sei einfach der Titel "Sarah Moon - Retrospektive" angedacht gewesen, berichtete Kurator Ingo Taubhorn. Doch als sie dies der Künstlerin bei einem Treffen in Paris erzählt hätten, habe diese ihnen entgegnet: "Ich bin nicht tot."

dpa


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