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Ohne Bart: Die Choreografie zum Boney-M-Musical „Daddy Cool“ ist einwandfrei.

Ohne Bart: Die Choreografie zum Boney-M-Musical „Daddy Cool“ ist einwandfrei.
© Joris van Bennekom

Musical

Mit Daddy Cool im Holiday

Einfach zeitlos: Die Songs von Boney M begeistern noch heute – nachzuhören bei der Revue „Daddy Cool“ im Theater am Aegi.

Hannover. Für die 1100 Zuschauer im Theater am Aegi sind die Songs von Boney M nicht nur Nostalgiebringer, sondern nach wie vor Partystarter – und jetzt soll „Daddy Cool“ die gute Laune servieren: Das offiziell abgesegnete Musical mit den Songs von Frank Farian wurde 2006 in London das erste Mal produziert und verpasst den Disco-Klassikern ein neues Soundgewand.

Mit „Hooray! Hooray! It’s a Holi-Holiday!“ geht es los, die 15 Tänzer (und – als Daddy Cool – Phillipe Blair) haben schon mal super Laune, auch wenn die Story erst etwas auf die Tränendrüse drückt: Der 15-jährige, vaterlose Sunny (Anthony Kirby) wandert mit seiner Mutter Pearl (Jennifer Kohl) nach London aus. Dort ist er zehn Jahre später Teil eines Tanzteams, das unbedingt einen Contest gegen eine verfeindete Crew gewinnen will – mithilfe der Sängerin Rose (Nadine Kuhn), die von Sunnys unbekanntem Vater großgezogen wurde. Schnief.

Der verstorbene Daddy Cool geistert zwischen den Darstellern herum, wenn diese „Ma Baker“(Nina Barton) besingen – die Clubbesitzerin und Erzfeindin von Sunnys Mutter – und zwischen den Songs den einen Tick zu komplizierten Plot vorantreiben. Mit „Brown Girl In the Ring“ und Milli Vanillis „Blame It On the Rain“ kann das Musical nichts falsch machen, nur klingt der neu aufgenommene Sound lasch – mit „Rasputin“ kommt das Musical energiegeladen aus der Pause, doch der neue Soundtrack hat deutlich weniger Groove und Vehemenz als das 40 Jahre alte Original.

Die Darsteller singen live, und das mehr als solide, der entscheidende Funke will aber trotz einfallsreicher Choreo nicht recht überspringen. Nur beim Finaltanz (na klar: zu „Daddy Cool“) wippen die Besucher in den Sitzen und verlangen nach mehr – nach „Sunny“ überreicht der alte Daddy Cool seinen weißen Hut an seinen Nachfolger, und der Cast bekommt einen anständigen letzten Applaus.

Von Lilean Buhl


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