Navigation:

© Rafa Blechacz

Klassik

Mit Blechacz’ Piano durch fünf Klangwelten

Unscheinbar wirkt der junge Mann am Flügel – Rafal Blechacz ist nicht der hitparadenkompatible Klassikstar mit Glamourfaktor. Vielleicht war deswegen der große Sendesaal des NDR mit rund 700 Besuchern nur mäßig gefüllt. Schade, der 26-jährige Pole gab ein bemerkenswertes Konzert.

Hannover. Blechacz bestätigte seinen Ruf, die Musik ernsthaft zu durchdringen. Fünf Komponisten, wenn man die Chopin-Zugaben mitzählt, interpretierte er an diesem Abend. Zum Beispiel gleich zu Beginn eine wunderbar flüssige Bach-Partita Nr. 3, bei der höchstens Teile der Courante und der Anfang der großartigen Gigue etwas verhuscht daherkamen. Auffällig schon hier, wie akzentuiert der Pianist seine Linke einzusetzen versteht.

Beethovens 7. Sonate wurde zu einer vielschichtigen Angelegenheit, mal getragen, mal verspielt. Die „Suite bergamasque“ von Debussy klang angemessen lyrisch, ohne in Kitsch abzudriften. Und die Sonate Nr. 1 seines Landmanns Karol Szymanowski bekam Blechacz zwar im ersten Satz nur streckenweise in den Griff, um anschließend aber umso eindringlicher die vielen Facetten dieser expressiven Komposition herauszuarbeiten.Hochinteressanter Auftritt. Gern wieder.

Bewertung: 5/5


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Die AfD ist im Bundestag - Ihre Meinung?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie