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© Henning Kaiser

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NP-Interview

Mirja Boes - jetzt singt sie auch noch

Mirja Boes (44) kennt man vor allem aus TV-Comedy-Formaten wie „Die Dreisten Drei“. Aktuell tourt sie mit einem Programm, in dem sie auch singt: „Das Leben ist kein Ponyschlecken“. Warum das so ist, erklärt sie im NP-Interview.

Hannover. Wann haben Sie das letzte Mal ein Pony geschleckt?

Gott sei Dank noch nie!

Was macht das Leben denn so schwer?

Eigentlich ist das Leben doch gar nicht schwer. Deswegen auch der verdrehte Spruch und der Titel meines Programms. Spaaasssss ist das Leben!!

Und wie begegnet man dem?

Mit Humor! Wenn es mal schief geht, auf alle Fälle mit Humor. Das ist wichtig.

Wie wichtig ist Entertainment in Zeiten wie diesen, in denen das Leben wirklich in vielerlei Hinsicht kein Wunschverein ist?

Sehr wichtig ... Es ist schön, wenn man die Menschen mal ablenken und zum Lachen bringen kann. Die Probleme bleiben zwar, aber man hatte mal ne Verschnaufspause.

Was kann der geneigte Zuschauer von Ihrem Abendprogramm erwarten?

Viel Spaß, viel gute Laune und tolle Musik. Und man lernt viele Dinge, von denen man noch gar nicht wusste, dass man sie lernen wollte. Erstmals stehe ich mit einer ganzen Band, den Honkey Donkeys, auf der Bühne. Das Programm ist also eine Mischung aus lustigen Songs und dem bekannten Stand-up.

Viele Menschen, die Sie heute kennen, wissen ja gar nicht um Ihre musikalische Vergangenheit, dass Sie zum Beispiel Mitglied der Fabulösen Thekenschlampen waren. Ist es Ihnen ein inneres Bedürfnis, diesen Menschen Ihre musikalische Seite zu zeigen?

Klar! Ich habe so viel Spaß an der Musik, dass ich denke, dass dieser Spaß ansteckend ist - hoffentlich. Ich finde, dass man als Spaßmacher Dinge auf die Bühne bringen sollte, die einem auch Spaß machen. Zack - so siehts aus!

Sie haben mit Frank Ramond zusammengearbeitet, die Lieder ausgesprochen aufwendig instrumentiert. Ist das ein Zeichen dafür, wie ernst Sie es meinen?

Klar! Wenn man etwas lustig machen will, sollte man es im Fundament aber sehr professionell anlegen, sonst wird es schnell „klamaukig“. Und schön zu singen, macht auch Spaß! 

Wie kamen Sie damals überhaupt von der Musik zur Comedy?

Das ergibt sich bei mir oft zufällig. Ich probiere neue Sachen aus, entdecke, dass sie gut klappen und Spaß bereiten, und mache dann damit weiter.

Was können Sie mit Musik ausdrücken, was Sie mit der Comedy nicht können?

Vielleicht manchmal etwas mehr Emotionen!

Welche Kunstform ist Ihnen selbst die liebere?

Das Gemisch aus beidem fasziniert mich sehr.

Was zu verlieren wäre schlimmer: Ihre Stimme oder Ihren Humor?

Ich behalte einfach beides ...

Kurzum: Das Leben ist...

... meistens echt super, manchmal eben aber auch kein Ponyschlecken...

Mirja Boes & die Honkey Donkeys im Pavillon live: am 18. Februar ab 20 Uhr. Karten kosten 22 bis 30 Euro.


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