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DER KING: Vielleicht 
hat Elvis seine Songs 
ein bisschen 
zu billig verkauft.

DER KING: Vielleicht
hat Elvis seine Songs
ein bisschen
zu billig verkauft.

Rock

Millionenstreit um Elvis-Songs

Spannender Prozess in München um „Heartbreak Hotel“ und „Jailhouse Rock“: Die Rechtsnachfolger vom „King of Rock ’n ‘ Roll“ wollen von einer deutschen Plattenfirma Millionen allein aus Deutschland. Zu Recht? Das Gericht wird am Donnerstag entscheiden.

München. „I want money, honey“: Die Rechtsnachfolger des „King of Rock ’n‘ Roll“ wollen richtig Geld und streiten mit einer deutschen Plattenfirma. Es geht um Millionen allein aus der Bundesrepublik, die mit Elvis Presleys Hits wie „Heartbreak Hotel“ oder „Jailhouse Rock“. immer noch verdient werden. Am Donnerstag will das Oberlandesgericht München das Urteil fällen.

Die Songs von Elvis Presley gehören zum Kulturgut - und sie sind Millionen wert. Darüber streitet die Firma Elvis Presley Enterprises, die den Nachlass des „King of Rock ’n‘ Roll“ verwaltet und daran verdienen will, mit der Plattenfirma Arista Music (ehemals RCA Records). Es geht um die Vermarktungsrechte an Hits wie „Heartbreak Hotel“, „Jailhouse Rock“ oder „Hound Dog“ - ausschließlich in Deutschland.

Die Firma, an der Elvis’ Tochter Lisa-Marie Presley 15 Prozent hält, fordert Nachzahlungen in Millionenhöhe. Das Oberlandesgericht München muss über die Forderungen entscheiden. Die Vermarktungsrechte hatte der große Elvis nämlich - wohl etwas kurzsichtig - am 23. Februar 1973 an seine damalige Plattenfirma RCA Records verkauft, die heute Arista Music heißt und zu Sony gehört.

Für 1000 Songs bekam er schlappe 5,4 Millionen US-Dollar. Die Hälfte des Geldes habe Elvis dann auch noch seinem Manager abgeben müssen, der die Idee für diesen sogenannten „Buyout“ gehabt habe, meint das britische Unternehmen Calunius in London.

Calunius ist ein Prozessfinanzierer, der die Prozesskosten für Elvis Presley Enterprises übernimmt. Im Falle eines Sieges wird die Londoner Firma an den Nachzahlungen beteiligt, bei Misserfolg bleibt sie auf den Kosten sitzen.

Nach Abzug von Steuern blieben dem „King“ von diesem unvorteilhaften Deal in den 1970er Jahren gerade mal 1,35 Millionen Dollar übrig - für Songs, deren Branchenwert inzwischen auf 130 Millionen Dollar geschätzt wird.

Nach Angaben von Calunius bekam Elvis für die Rechte in Deutschland eine Pauschallizenz pro Song und Jahr in Höhe von etwa 10 bis 15 Dollar. Das wollten Elvis’ Nachlassverwalter so nicht auf sich sitzen lassen und haben deshalb geklagt.

Ihnen könnte dabei das deutsche Urheberrecht zugute kommen. Der „King“ sei zu Lebzeiten von seiner Plattenfirma ausgebeutet worden, behaupten sie und berufen sich auf den sogenannten Bestseller-Paragrafen des Urhebergesetzes. Seit 2002 stärkt nämlich der Paragraf 32a das Recht des Urhebers an seiner Schöpfung. Verkürzt gesagt ermöglicht der Gesetzesabschnitt einem Künstler, auch dann noch an seinem Werk zu verdienen, wenn er die Rechte daran längst abgetreten hat. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Rechteinhaber nach der Rechteübertragung unverhältnismäßig viel daran verdient. Das könnte hier der Fall sein.

Und wenn das Gericht nicht dieser Meinung ist? Elvis Presley Enterprises hat angekündigt, wenn es sein müsse, werde man bis vor den Bundesgerichtshof ziehen.


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