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Nachrichten Kultur Marco Goecke kommt nach Hannover
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15:05 11.03.2018
KOMMT NACH HANNOVER: Marco Goecke. Quelle: dpa
Hannover

Noch gar nicht da, und schon ist ihr ein Coup gelungen. Laura Berman wird ab 2019 Hannovers neue Opernintendantin und holt einer der weltweit besten, begehrtesten und gefeierten deutschen Choreografen als neuen Ballettchef nach Hannover: Marco Goecke wird ab 2019 an der Staatsoper eine eigene Compagnie aufbauen.

Damit bekommt nach 13 Jahren zeitgleich mit dem Intendanten-wechsel auch das Staatsballett eine neue Leitung. Wie sie es geschafft hat, den Superstar der internationalen Tanzszene zu bekommen: „Hannover mit seinem Festival ‚Tanztheater International‘ und dem renommierten internationalen Choreographenwettbewerb ‚Choreography‘ ist eine sehr tanzaffine und neugierige Stadt, wozu natürlich Jörg Mannes mit seiner kontinuierlichen Arbeit auf hohem Niveau beigetragen hat“, so Laura Berman.

Die neue Intendantin verrät auch, warum sie sich ausgerechnet für Goecke entschieden hat: „Marco Goeckes Choreographien sprechen mich wie viele Zuschauer stark an, weil er mit seiner prägnanten Bewegungssprache die Stimmung der heutigen Zeit abbildet. Seine Werke faszinieren durch ihre Virtuosität und Intensität, aber auch, weil seine Bilder uns zutiefst berühren.“

Marco Goecke ist per Choreografen-Wettbewerb mit Hannover verbunden. 2000 zeigte er hier sein Tanzstück „Loch“ – und fiel total durch. Nachtragend zumindest ist er nicht. Er wird neben eigenen Werken einen Spielplan mit einer großen Vielfalt an choreographischen Handschriften präsentieren. Goecke hat viele Jahre an der Stuttgarter Oper gearbeitet hat und seine bisher mehr als 60 Stücken Stücke in den USA, in vielen europäischen Ländern mit Erfolg gezeigt.

Goecke verrät auch seine Pläne für Hannover, das er bereits jetzt ein „Zuhause für meine Kunst“ nennt: „Es ist für mich ein großer Schritt, eine eigene Kompanie zu übernehmen, aber ich freue mich sehr darauf Tänzer aufzubauen, für die ich gerne ins Haus komme und die ihrerseits gerne mit mir arbeiten. Es ist mir auch wichtig, junge Choreographen zu fördern und ein anspruchsvolles und variationsreiches Programm für ein Publikum zusammenzustellen.“

Goecke ist hoch prämiert, hat unter anderem 2003 der Prix Dom Pérignon erhalten, 2006 der Nijinsky Award Monte Carlo, war 2015 Choreograph des Jahres, ist Träger des italienischen Preises Danzadanza für die beste Choreographie des Jahres.

Wer sehen will, was Hannover in Zukunft in Sachen Tanz erwartet: Das Marco-Goecke-Stück „Nijinsky“ wird am 29. März ab 19.30 Uhr im Schauspielhaus bei den Ostertanztagen präsentiert.

Von Henning Queren

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