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TANZT DEN JOHN STEED: Maite Kelly mit Stock, Charme und Melone im Aegi.

TANZT DEN
JOHN STEED:
Maite Kelly mit
Stock, Charme
und Melone im
Aegi.© Natalie Becker

Revue

Maite Kelly im Theater am Aegi

Alles dreht sich um die Liebe: Dünne Texte, dralle Maid: 400 Fans bei der „Maite-Kelly-Revue“ im Theater am Aegi

Hannover. Für viele mag Maite Kelly der Inbegriff einer starken, selbstbewussten und vor allem mutigen Frau sein. Für andere ist sie untrennbar mit der Kelly Family und somit auch ihrer musikalischen Vergangenheit verknüpft. Dass sie jetzt nach ihrem Erfolg bei „Let’s Dance“ im Jahre 2011 ihren eigenen Weg einschlägt, will sie auf ihrer aktuellen Tour unter Beweis stellen. Als sie im Theater am Aegi „Die Maite-Kelly-Revue“ auf die Bühne bringt und ihr Soloalbum „Das volle Programm“ live präsentiert, wird sie vom Publikum abgefeiert. „Ist das die große Liebe?“, haucht Kelly zu Beginn in das Mikrofon und macht unmissverständlich klar, dass sich an diesem Abend „alles um die Liebe dreht“.

 Dann legt sie los, singt mit viel Kraft, aber wenig Stimmvolumen ihre Lieder von „Und du stehst drauf“ bis „Mutti würd’ dich lieben“ und zeigt, was sie bei der TV-Tanzshow gelernt hat. Mal allein, mal in Begleitung eines jungen blonden Hüpfers in hautenger roter Stoffhose schwingt sie das Tanzbein. Zu „Ich bin die Frau meines Lebens“ laufen Bilder von Marylin Monroe auf der Leinwand ab, und spätestens dann kommt die Kelly zum Vorschein, die am liebsten für mehr weibliches Selbstbewusstsein wirbt. Erst haben die Zuschauer Berührungsängste, als Kelly bereits nach den ersten Songs durch das Publikum wirbelt. Dann machen sie mit und die Sängerin ist begeistert.

Kelly stimmt ein Duett mit einem Gast an und trinkt sogar einen Schluck Bier aus der Flasche einer Besucherin. Sie gibt zu: „Ich kann besonders gut singen, wenn ich ein bisschen angetrunken bin.“ Das merkt man auch. Denn an einigen Stellen wird ihre Stimme dünn, an anderen Stellen verpatzt sie den Text. Vor lauter Tanzen geht ihr dann auch schon mal die Puste aus und die Band spielt allein weiter.

Auf einer Mischung aus Pop und dem Sound der 40er Jahre singt Kelly nicht allzu einfallsreiche Texte wie „In Panama, da ist das alles Banane“ oder Schmalziges wie „Ein Schloss aus Luft und Liebe haben unsere Herzen sich gebaut“. Die Melodien erinnern an Jazz-Klassiker wie „Fly me to the Moon“ oder Hits von Roger Cicero – ihnen fehlt der eigene Charakter. Die üppigen Bläser kommen vom Band, wenigstens gibt Kellys Gitarrist sein Bestes, um die Umkleidepausen mit rockigem Ausschweifen zu überbrücken.

Wen Kelly am liebsten verkörpert – die energische Powerfrau oder die zarte Tochter –, wird nicht klar. Bei der Zugabe sitzt sie am Bühnenrand, singt ihren ersten Song aus Kelly-Family-Zeiten, „Every Baby“, und schenkt dem Publikum ein letztes Mal süßeste Blicke.

Bewertung: 3/5


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