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© Michael Wallmüller

KONZERT

Lina Larissa Strahl singt im Capitol

Der Zeitplan ist megaeng: Gerade erst hat Lina, Hannovers erfolgreicher Jungstar, ihr Album herausgebracht, gerade hat sie Abi gemacht und schon ist sie auf Tour. Vor knapp 1000 Leuten trat die Sängerin und Schauspielerin im Capitol auf. Zugegeben, die Hälfte der Besucher waren die Eltern, dafür kreischten die anderen 500 umso lauter: Linas Fans sind jung, sehr jung, für viele war es der erste Konzertbesuch überhaupt.

Hannover. Und Lina? Auch für sie ist vieles neu, es ist das Debütalbum der Jungschauspielerin, die vielen als Hexe Bibi Blocksberg aus den Kinofilmen von „Bibi und Tina“ bekannt ist. Hannover ist die zweite Station auf ihrer ersten Tournee. 17 Songs hat die 18-Jährige im Gepäck, inklusive Zugaben.

Während ihre Band bereits an den Instrumenten auf sie wartet, inszeniert Lina ihren Auftritt zunächst mit ihrer Stimme aus dem Off, die vorgibt, den Bühneneingang nicht zu finden. Das ist zielgruppengerecht, die Kids lachen. Doch dann springt sie endlich ins Scheinwerferlicht, schüttelt kurz ihre langen blonden Haare, fackelt nicht mehr lange und singt los. Wild und laut. Ungestüm. Ein echtes Powerpakt.

Knapp eineinhalb Stunden hält sie das durch, unterbrochen nur durch kurze Ansagen zu ihren Liedern. Die meisten ihrer Songs sind sehr druckvoll, sehr rockig, kurz: Lina ist Party pur, mit ihrem jungen Publikum feiert sie ihre Lieder ab, sie fegt über die Bühne, hüpft auf und ab, hat sichtlich Spaß bei der Sache. Dass nicht immer ihre Stimme das klar durchhält, manchmal die Höhen etwas leiden, sie dann fast eher schreit als singt, darüber hören alle hinweg. Auch kleine Missgeschicke können den Jungstar nicht von der Rolle bringen, bei einem Lied fliegt ihr Kopfhörer aus dem Ohr, sie sucht und singt trotzdem weiter. Auch verpasste Einsätze werden von ihr spontan weggelächelt, all das ist herrlich erfrischend, herrlich authentisch.

Lina ist eben nicht die aalglatte durchgeprobte Show, sondern sehr spontan, da gibt es keine einstudierte Choreografie, keinen technischen Schnick-Schnack, kein schrilles Bühnenoutfit. Dafür hat sie drei Special Guests dabei, zwei davon sind den Kids auch aus den Bibi-Blocksberg-Filmen bekannt: Tilman Pörzgen und Louis Held, bei ihren Auftritten wird das Fan-Gekreische eindeutig noch schriller. Aber gerade auch die Duette mit den beiden sind eines der Highlights, „Egal“ mit Held kommt wunderbar dahergerappt, bei „Unser Platz“ mit Pörzgen schmelzen die kleinen Zuhörerinnen dahin.

Bei „Denn sie reden ja eh“, holt sie außerdem als Verstärkung Aaron Lovac, Sänger und Drummer der Band 3A, auf die Bühne. Als ihren persönlichen Lieblingssong kündigt sie „X“ an, einen Song, den sie dann auch voller Inbrunst singt.

Und während die Mütter von Linas Fans zurückgezogen im hinteren Teil des Capitols auf ihren Handys daddeln, hüpfen alle kleinen Mädchen vor der Bühne auf und ab, singen lauthals jedes Lied textsicher mit. Manchmal – wie bei „Ohne dieses Gefühl“ dürfen sie sogar für ganze Strophen allein ran und holen sich dafür ein Riesenlob ab: „Perfekt seid ihr!“, ruft Lina und singt weiter, so wie sie ist: „so unbeschwert, so laut, so bunt“.

mai


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