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IN NEW YORK: Pianist Igor Levit (links) und die Künstler Marina Abramovič und Hannes Malte Mahler nach dem Konzert mit den „Goldberg-Variationen“ von Bach.

IN NEW YORK: Pianist Igor Levit (links) und die Künstler Marina Abramovič und Hannes Malte Mahler nach dem Konzert mit den „Goldberg-Variationen“ von Bach.

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Konzert

Levits große New-York-Show

Kunst, große Musik und die faszinierende Inszenierung: Igor Levit hat in einem Konzert in New York Bach gespielt in einer Konzertreihe der besonderen Art, die seit Wochen ausverkauft war.

New York. Die „Goldberg-Variationen“ gab es in einer eindrucksvollen Inszenierung der Künstlerin Marina Abramovi? – einst Professorin an der Braunschweiger Kunsthochschule, Documenta-Teilnehmerin und mittlerweile von den New Yorker Promis besonders geschätzt.

Konzertsaal war die Park Avenue Armory. Für die Zuhörer in der schwarz gehaltenen Halle waren Liegestühle aufgebaut. Keine Laptops, keine Handys und keine Uhren, die Besucher mussten vorher alle elektrischen Geräte abgeben und bekamen Kopfhörer verpasst, die sämtliche Geräusche wegfilterten, um auf das einzustimmen, was dann kam. In der ersten stillen halben Stunde, als man nur das Rauschen seines eigenen Kopfes hörte, fuhr ein Podest mit Flügel und Pianist durch die Halle mitten unter die Zuhörer.

Ein Gong-Schlag – die Kopfhörer abnehmen –, und Igor Levit begann mit dem Spiel. Dabei drehte sich das hohe schwarze Podest in den 80 Minuten Dauer der „Goldberg-Variationen“ einmal um sich selbst. Der hannoversche Künstler?Hannes Malte Mahler war dabei: „Das war eine passende Verdichtung im Interesse der Musik, die volle Konzentration war einfach beeindruckend.“ Die „New York Times“ war jedenfalls von den Effekten („stunning!“) begeistert und sah Igor Levits illuminiertes Spiel als etwas Kosmisches an, das von einem menschlichen Puls bestimmt wurde: Bach als Wunder der Kindheit in einem Planetarium.

Die „Süddeutsche Zeitung“ beschrieb die Performance als eine Auflösung der Zeit: „Wenn in New York mal eine halbe Stunde lang nichts passiert, zur Prime Time, dann ist ein fahrender Flügel mit wartendem Pianisten immerhin schon mal was.“


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