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Lustig: Kurt Krömer.

Lustig: Kurt Krömer.

Comedy

Kurt Krömer knutscht

Der macht Spaß: Komiker Kurt Krömer trat im Theater am Aegi auf.

Hannover. „Auf dem Weg nach Hannover hab ich an ‘ner Raststätte eine Currywurst gegessen. Und die erobert sich langsam die Freiheit zurück“ – außer einem bisschen Aufstoßen geht es Kurt Krömer am ersten ausverkauften Abend im Theater am Aegi aber ganz gut.

„Na, ihr Mäuse“, begrüßt Krömer sein Publikum und verteilt zunächst ein wenig Liebe unter den Zuschauern: Was mit Smalltalk und Umarmungen beginnt, endet mit Abknutschen und Ablecken – „gebt die Liebe weiter“, herrscht der Berliner seine Opfer an und pöbelt auch einmal: „Dir brech‘ ick noch die Beine“, sagt er zu einem Fan, der im Weg sitzt. Genau da, zwischen Clown und Choleriker, fühlt sich Krömer am wohlsten, er brüllt über Müllabfuhr und Handwerker-Pfusch der Firma Kaluske (Motto: „geht nicht, gibt’s“). Nachdem freche Zwischenrufer sich an einem Gag versuchen, fordert Kurti den „Zugriff: Alle beide raus hier“.

Eine bunte Krawatte sitzt erst noch über seinem knallgrünen Hemd, das der Komiker aber bald aufmacht, um wie Homer Simpson an seinem Bauch rumzuspielen – schauderndes Gelächter. Dabei ernährt sich die Kunstfigur (bürgerlich heißt Krömer Alexander Bojcan) jetzt fast nur noch aus dem Reformhaus, „bei den Öko-Trullas, die wir vor 20 Jahren noch die Rolltreppe runtergeschubst haben“.

Doch dann wird es für eine kurze Zeit ernst: Erst spricht Krömer über „rechte Pocken“, mit denen er sich auf seiner Facebook-Seite herumschlagen muss, dann berichtet er von den Anfängen in der Berliner Scheinbar, wo er teils vor drei Gästen spielte – heute ist vieles anders, sogar die Brillengläser in Krömers Vollrand-Brille sind mittlerweile echt. Wie er nach dem Augenarzt-Termin fast blind aus der Praxis kriecht, bekommt an diesem Abend wohl die größten Lacher.

Ächzend setzt sich Krömer schließlich auf seinen Stuhl, guckt auf die Armbanduhr: „Oh, Tschüss!“ Nicht ganz: Zweimal kommt er unter großem Applaus zu Zugaben wieder, als das Licht dann wirklich angeht, ertönt ein lautes Stöhnen.

Von Lilean Buhl


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