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DIE WELT IM BLICK: Ingo Günther visualisiert die verschiedenen Datenmengen, die über die Welt existieren.    © Kunstverein

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Kunst

Kunstverein präsentiert spannendes Programm für 2016

Wie bekommt man junge Menschen zur Kunst? Mit tollen Ausstellungen, klar. Aber es muss natürlich noch mehr passieren. Und da tut Hannovers Kunstverein einiges. Er bietet zum Beispiel Patenschaften für engagierte Unternehmen an, die dann die Eintrittskarten für die eigenenen Auszubildenden erwerben. Das Ausstellungsprogramm für 2016, das der Kunstverein auch möglichen Sponsoren präsentierte, macht jedenfalls neugierig.

Hannover. Los gehts mit einem etwas sperrigen Titel, die Ausstellung ab 30. Januar (bis 28. Februar)heißt schlicht „Preis des Kunstvereins“, mit drei Künstlern, die verschiedene Stipendien bekommen haben. Ingo Mittelstaedt inszeniert Bildszenen ortsspezifisch. Toulu Hassani ist passionierte Malerin, die mit Feinminenstiften präzise geometrisch strukturierte Farblandschaften entwirft. Arno Auer wird direkt politisch, er bearbeitet Archivmaterial der Ausstellung „Volk und Rasse“, die 1935 im Kunstverein gezeigt wurde.

Im Sommer kommt Bewegung in die Kunst, dann gibt es ab dem 4. Juni (bis 14. August) „Stages of Staging“ - wie bei der Cebit reagiert der Kunstverein auf ein herausragendes Ereignis in der Stadt: den Internationalen Tanzkongress. Mit dabei sind Künstler wie Vaginal Davis oder Shahryar Nashat, die sich mit menschlichen Bewegungsformen künstlerisch auseinandersetzen.

Zersägte Motorräder - auch das macht die Kunst von Alexandra Bircken aus, die im September und Oktober 2016 im Kunstverein ist.

Den Abschluss bildet die weltweit gefragte Klangkünstlerin Susan Philipsz (19. November bis 15. Januar 2017), die eine Multikanal-Soundinstallation aufbaut.

Mit der Kunst ist es wie mit dem Wasser, man muss einfach reinspringen. Das ist die Grundidee der „Kunsttauchkurse“ für die jüngsten Kunstfreunde. „Man kommt damit früh zur Kunst und kann immer in die Ausstellungen“, so Kunstvereinsdirektorin Kathleen Rahn. Die Taucher werden dabei zur eigenen künstlerischen Produktion angeregt.

Daneben hat der Kunstverein ein Schülerprogramm mit verschiedenen Partner-Schulen aufgelegt - und entwickelte dann ganz fantastische Ideen, wie eine Jury arbeiten kann, die die Künstler für die Herbstausstellung auswählt. Indem mit einer Airsoftpistole auf ein Raster mit Künstlernamen geschossen wurde - die Getroffenen durften ausstellen. Besonders wichtig sei auch der „Kunststoff“, so die Vereinsvorsitzende Ellen Lorenz, der sich an junge Kunstinteressierte richtet. Dieses Forum bietet auch viele direkte Treffen mit jungen Künstlern an. Am 17. Oktober ab 17 Uhr steigt „Herbst-Tamtam mit Musik, Quatschen, Schaffen“.

DIGITAL ARCHIVES

Die Kunst zur Messe: Am 13. März eröffnet im Kunstverein die Ausstellung „Digital Archives“ – zur künstlerischen Flankierung der Cebit. In der Ausstellung gehts um Sichtbarmachen, was mit den schier unfassbaren Datenmengen passiert. Mit dabei ist Ingo Günther, der in seiner Serie „Worldprocessor“ die Erde anhand der Datenströme immer wieder neu katalogisiert. Der japanische Soundartist Ryoji Ikeda übersetzt Datenmengen in abstrakte Muster und Klangereignisse. Und der Schweizer Yann Mingard lenkt mit seinen wunderbar kühl kalkulierten Fotografien den Blick auf nie gesehene riesige Serverformen und Datenarchive.


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